APA - Austria Presse Agentur

"Nova Rock" Absage: "Armutszeugnis" für Regierung

15. März 2021 · Lesedauer 2 min

Die unklare Coronasituation stoppt auch die von 2. bis 5. Juni geplante Ausgabe des Nova Rock-Festivals in Nickelsdorf, das teilte der Konzertveranstalter Barracuda Music am Montag mit.

Man habe seitens der Bundesregierung keine Informationen erhalten, ob im Juni Großveranstaltungen abgehalten werden können: "Ein Armutszeugnis, das jeden weiteren Kommentar überflüssig macht", heißt es in der Stellungnahme. Die nächste Ausgabe soll nun von 9. bis 12. Juni 2022 steigen.

Monate vergeblich auf Entscheidung gewartet

Nach monatelangem vergeblichen Warten auf eine Entscheidung der Regierung erlebe man heute "wieder einen dieser Tage, der uns allen absolut keine Freude bereitet". Die Hängepartie zwinge nun den Veranstalter selbst, "schweren Herzens diese Entscheidung zu treffen" und den traditionellen Konzertreigen, mit Schwerpunkt auf Rock der etwas härteren Gangart, auf den Pannonia Fields im nördlichen Burgenland nicht stattfinden zu lassen.

Tatar: Politik hat Bitten ignoriert

Zwar läge es in den Händen der Politik, "gerade diese Entscheidungen zu treffen, doch andererseits erhärtet sich täglich die Vermutung, dass man solche Hiobsbotschaften dann lieber jemandem anderen überlässt, nämlich uns. Unsere Bitten und Aufforderungen wurden bis dato gänzlich ignoriert", so das Organisationsteam von Österreichs größtem Rockfestival um Barracuda Music-Chef Ewald Tatar.

Infos über Ticket-Rücknahme usw. folgen

Mit Informationen zur Planung und zur weiteren Vorgehensweise im Umgang mit bereits gekauften Tickets werde man sobald als möglich an die verhinderten Festivalbesucher herantreten. "Man darf nun wirklich sehr gespannt sein, ob und wann wir Ansagen bezüglich aller Juli und August Events bekommen", heißt es in dem Schreiben. In Ländern wie England, den Niederlanden oder der Schweiz bestünden diesbezüglich momentan "positive Aussichten".

Für die vier Tage des Nova Rock 2021 hatten sich u.a. bereits Headliner wie System of a Down, Volbeat, Seiler und Speer, Deichkind, Billy Talent oder Muse angekündigt.

Harsche Kritik von Veranstalter an Regierung

Schon am 10. März kritisierte "Nova Rock"-Veranstalter Ewald Tatar im PULS 24 Interview die Regierung scharf.  Den Veranstaltern den schwarzen Peter zuzuschieben, indem man keine klaren Vorgaben macht, fand er nicht in Ordnung. Da sein Festival im Juni stattfinde, müsse er die Kosten selbst tragen, da der Schutzschirm der Regierung erst ab 1.7. Verluste abfedert. 

Quelle: Agenturen