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Neuer "Minions"-Film in China mit anderem Ende

22. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Wochen nach dem Kinostart in den USA ist der fünfte Teil von "Ich - einfach unverbesserlich" auch in die chinesischen Kinos gekommen - mit einer Änderung: In der chinesischen Version von "Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss" sind Superschurke Gru und seine Armee winziger Handlanger am Ende die Guten.

Die Originalversion des neuesten "Minions"-Films zeigt Grus schweren Weg vom zwölfjährigen Schurken-Fan zum Superschurken. Auf dem chinesischen Festland hingegen wird er laut Untertiteln und Standbildern im Abspann schließlich zu "einem der Guten", dessen einziges Streben es ist, eine Familie zu gründen und seine Kinder großzuziehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kinoschlager aus dem Ausland für den chinesischen Markt geändert werden. Die Unterhaltungsindustrie ist dort strenger Zensur unterworfen, ihre erklärte Aufgabe ist die Förderung "gesunder" Werte.

Ob das Ende des jüngsten "Minions"-Films ebenfalls auf Forderung der Zensur geändert wurde oder die Produzenten es von sich aus für den chinesischen Markt umdichteten, ist allerdings unklar. Universal reagierte zunächst nicht auf die Bitte der Nachrichtenagentur AFP um eine Stellungnahme.

Laut Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf Beiträge und Screenshots aus dem Film beruft, die auf Weibo, einer Twitter-ähnlichen Plattform, geteilt wurden, fügten die Zensoren einen Zusatz hinzu, in dem Wild Knuckles, eine der Hauptfiguren des Films, von der Polizei gefasst wurde und 20 Jahre im Gefängnis saß.

Fans der kleinen gelben Bösewichter und ihres Chefs reagierten in den Online-Netzwerken unterschiedlich auf das chinesische Happy-End: Während ein Nutzer enttäuscht war, dass es de facto nur in "Untertiteln" existiere, ärgerten sich andere über den Bruch zwischen dem zum Tugendbold gewandelten jungen Gru in dem Prequel und dem erwachsenen Superschurken der anderen Filme. Der Gru der Hauptfilme müsse in einem "parallelen Minion-Universum" leben, beschwerte sich ein Fan im Online-Dienst Weibo.

Quelle: Agenturen