Bühne bei Rock am RingThomas Frey / dpa / AFP

Nach Hitlergruß: Pantera nicht bei Rock am Ring, Wien-Konzert geplant

24. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Die Thrash Metal-Band Pantera darf nach heftiger Kritik nun doch nicht bei den Musikfestivals Rock im Park und Rock am Ring spielen. Im Mai soll die Band auch im Wiener Gasometer spielen. Der Veranstalter wollte sich auf PULS 24 Anfrage nicht zu den Vorwürfen äußern.

"Die Band Pantera wird nicht wie angekündigt bei Rock im Park und Rock am Ring 2023 auftreten", teilten die Veranstalter der großen deutschen Festivals Rock am Ring und Rock im Park am Montagabend bei Twitter in wortgleichen Statements mit. 

Davor war ein Video des Sängers der US-Band im Internets kursiert, das ihn bei einem Auftritt 2016 zeigt. Dort machte Philip Anselmo auf der Bühne einen Hitlergruß und äußerte sich rassistisch. Später hatte er sich dafür entschuldigt. Das kauften ihm aber scheinbar nicht alle ab. Der Sänger der Metal-Band Machine Head, Robert Flynn, etwa warf dem Pantera-Sänger nach dem Konzert im Jahr 2016 vor, sich auch Backstage rassistisch geäußert zu haben.

Konzert in Wien geplant

Am 31. Mai soll die Band auch im ausverkauften Wiener Gasometer auftreten - der Veranstalter Ewald Tatar, Chef von Barracuda Music, sah in den Vorwürfen und den Absagen auf PULS 24 Anfrage zunächst ein "deutsches Thema", zu dem er sich "jetzt nicht äußern" wolle. 

Rock am Ring und Rock im Park hingegen teilten mit, dass man "nach intensiven Gespräch mit Künstlern, Partnern und Festivalfans" dazu entschlossen habe, die Band aus dem Programm zu nehmen. Auch bei der Ankündigung der Line-ups auf den Homepages der Zwillingsfestivals in Nürnberg und am Nürburgring in der Eifel Anfang Juni fehlt die Gruppe nun.

In den sozialen Netzwerken hatte es Kritik gehagelt - auch, weil Rock im Park  auf dem ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg stattfindet. 

Ob man überhaupt über eine Absage des ausverkauften Konzerts im Wiener Gasometer nachdenke, wollte Ewald Tatar von "Barracuda Music" gegenüber PULS 24 noch nicht bekanntgeben: "Das werden wir kundtun." Der Vermieter der Halle, Planet Music, sieht sich auch nicht in der Verantwortung und verweist auf den Veranstalter.

Quelle: Redaktion / koa