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Mozartwoche: Fischer und Levit, Leichtigkeit und Liebe

01. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Die Mozartwoche biegt in die Zielgerade ein: Dirigent Adam Fischer und die Wiener Philharmoniker haben am Samstagabend im Großen Festspielhaus in Salzburg einen programmatischen Bogen von Mozarts erster Sinfonie bis zum krönenden Abschluss seines sinfonischen Schaffens mit der "Jupiter-Sinfonie" gespannt. Und mitten drin: Igor Levit als federleichter Erzähler im Klavierkonzert C-Dur.

Das Konzert begann mit den ersten sinfonischen Schritten des späteren Weltkomponisten. Die Es-Dur-Sinfonie, die der Achtjährige 1764 in London schrieb, dirigierte Fischer wie einen heiteren Aperitif. Auswendig, tänzelnd und mit sichtbarem Spaß, auch bei den Wiener Philharmonikern. Ein musikalisches Augenzwinkern zur Ouvertüre, das stimmungsgebend für den folgenden Abend sein sollte.

Danach betrat Igor Levit die Bühne für das Klavierkonzert in C-Dur. Er spielte nicht über dem Orchester, sondern durch und mit ihm. Immer wieder suchte er Blickkontakt, ging körperlich mit und verschmolz ganz mit den restlichen Musikern. Dabei ließ er Melodien wie aus dem Nichts entstehen, mit einem Anschlag, so weich wie herabrieselnde Daunen. Besonders im Andante war der Klang so intim, dass selbst im riesigen Saal eine Art Kammermusik entstand. Levit spielte nie auf Effekt, sondern auf Sinn und das Publikum spürte es. Am Ende gab es dafür großen Jubel, teils stehende Ovationen und Umarmungen auf der Bühne.

Nach der Pause ging es mit Haydns D-Dur-Sinfonie weiter, einem Werk, das er im Todesjahr des von ihm sehr geschätzten Mozart schrieb. Auch hier hörte man viel heitere Energie, federnde Phrasen und ein Orchester, dem diese Musik hörbar im Blut liegt. Fischer kontrollierte nie, sondern motivierte die Musiker, die Themen so lichtvoll zu verstehen wie er. Dadurch kam Haydn an diesem Abend Mozart verblüffend nah.

Den Schluss setzte Mozarts "Jupiter-Sinfonie" als freudvoller Höhepunkt. Die Wiener spielten mit Präzision und Esprit, Fischer modellierte klare Konturen ohne Überdruck. Kein schweres Pathos, sondern ein musikalisches Bekenntnis zur Lebendigkeit. Und so bewies er gemeinsam mit Levit, was Intendant Rolando Villazón seit Jahren postuliert: Mozart lebt - und wie.

(Von Larissa Schütz/APA)

(S E R V I C E - Wiener Philharmoniker, Adam Fischer (Dirigent), Igor Levit (Klavier), Großes Festspielhaus Salzburg, Werke von Mozart und Haydn, www.mozartwoche.at )

Zusammenfassung
  • Im Großen Festspielhaus Salzburg spannten Adam Fischer und die Wiener Philharmoniker am Samstagabend einen Bogen von Mozarts erster Sinfonie aus dem Jahr 1764 bis zur "Jupiter-Sinfonie".
  • Igor Levit überzeugte im Klavierkonzert C-Dur durch seine enge Zusammenarbeit mit dem Orchester, sein federleichtes Spiel und erhielt dafür stehende Ovationen und Umarmungen auf der Bühne.
  • Nach einer Haydn-Sinfonie als Zwischenspiel setzte die "Jupiter-Sinfonie" als freudvoller Höhepunkt den Abschluss eines Konzerts, das Mozarts Lebendigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellte.