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Mozartwoche 2026: Mozart auf der Bühne der "Zauberflöte"

Heute, 04:01 · Lesedauer 3 min

Am kommenden Donnerstag, den 22. Jänner, beginnt in Salzburg die Mozartwoche 2026, die Intendant Roland Villazón mit "Lux Aeterna" übertitelt hat. Das elftägige Festival feiert heuer gleich ein zweifaches Jubiläum: Mozarts Geburtstag jährt sich zum 270. Mal, und die Mozartwoche begeht ihren 70er. Im Mittelpunkt des Programms der Jubiläumsausgabe steht das Sterbejahr 1791 des Komponisten, auch die szenische Produktion stammt aus diesem Jahr: "Die Zauberflöte".

Und Mozart kommt "wirklich", denn Villazón hat angekündigt, dass er ihn in der Oper auf die Bühne bringen wird. Der Intendant führt bei der Neuinszenierung selbst Regie, Roberto González-Monjas dirigiert das Mozarteumorchester Salzburg. Angelehnt an einen Text von Friedrich Rochlitz aus dem Jahr 1798 zeigt er Mozart in den letzten Stunden seines Lebens, als er in seinem Zimmer in seiner Fantasie die Aufführung seiner Zauberflöte "miterlebt", die in diesem Moment im Freihaustheater auf der Wieden über die Bühne geht.

In Summe sind von 22. Jänner bis 1. Februar rund 70 Veranstaltungen geplant. Die Wiener Philharmoniker, die von Anfang an Teil des Festivals rund um Mozarts Geburtstag sind, werden drei Konzerte spielen, geleitet von Karina Canellakis, Robin Ticciati und Adam Fischer. Die Cappella Andrea Barca und das Hagen Quartett - beide Ensembles werden sich 2026 von der Bühne verabschieden - kommen noch einmal zu einem letzten Auftritt bei der Mozartwoche.

Das Eröffnungskonzert bestreitet Adam Fischer mit dem Danish Chamber Orchestra. Ein Wiedersehen - und -hören - gibt es mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Renaud Capuçon oder Le Concert des Nations unter Jordi Savall. Mozarts Requiem leitet heuer Christina Pluhar, und als Geburtstagsgeschenk hat die Stiftung Mozarteum beim jungen Komponisten Karim Zech zwei Werke in Auftrag gegeben, die nun uraufgeführt werden, darunter ein vierhändiges Klavierkonzert, bei dem der Komponist auch selbst am Piano sitzen wird.

Von Staukonzert bis "Wolfbarsch Amadé Mozart"

Die Orgel im Großen Saal des Mozarteums wird zwei Mal zum Einsatz kommen: Einmal wird sie von der Organistin Iveta Apkalna gespielt, einmal von Hannfried Lucke. Das beliebte Format "Briefe und Musik" findet sich ebenso im Programm wie das Mozart-Quiz, Villazóns Geburtstagsständchen vor Mozarts Geburtshaus (Rückseite) oder ein kulinarisch-musikalischer Abend unter dem Titel "Wolfbarsch Amadé Mozart" im Stieglkeller. Im Rahmen der Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater wird die Produktion "Der alte Baum - oder: Franzis Reise zum Ende der Welt" wieder gezeigt, sie war für die Mozartwoche 2023 entstanden.

Mit Veranstaltungen wie "Mozart im Cafe" oder dem "Staukonzert" will Villazón auch Menschen erreichen, die normalerweise nicht in klassische Konzerte gehen. Filmvorführungen, Gespräche mit Künstlern und Besuche des Autographentresors ergänzen das Programm für die Mozartwoche 2026.

(S E R V I C E - Mozartwoche 2026 der Internationalen Stiftung Mozarteum von 22. Jänner bis 1. Februar; detailliertes Programm unter https://mozarteum.at/mozartwoche#info)

Zusammenfassung
  • Die Mozartwoche 2026 findet von 22. Jänner bis 1. Februar in Salzburg statt und feiert sowohl Mozarts 270. Geburtstag als auch das 70. Jubiläum des Festivals mit rund 70 Veranstaltungen.
  • Im Zentrum steht eine Neuinszenierung der 'Zauberflöte' aus Mozarts Sterbejahr 1791, bei der Intendant Roland Villazón Regie führt und Mozart als Figur auf der Bühne erscheint.
  • Zu den musikalischen Höhepunkten zählen drei Konzerte der Wiener Philharmoniker, zwei Uraufführungen des jungen Komponisten Karim Zech sowie Abschiedsauftritte von Cappella Andrea Barca und dem Hagen Quartett.