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Konsum von Musik weltweit gestiegen

17. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Musikkonsum steigt weltweit, die Genre-Vielfalt wird immer größer - das ist der Sukkus einer Umfrage unter 44.000 Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren in 22 Ländern auf allen Kontinenten. Der Report "Engaging with Music 2022" wurde von der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) in London vorgestellt. Durchschnittlich werden rund 20 Stunden Musik pro Woche gehört, im Vergleich zu 18,4 Stunden im Jahr 2021 und mehr als je zuvor.

Mehr als drei Viertel der Befragten hören Musik auf mehreren Plattformen und Formaten. Im weltweiten Durchschnitt nutzen Musikfans bereits mehr als sechs verschiedene Plattformen für die Beschäftigung mit Musik - von Video-Streaming über traditionelles Radio, Fernsehen, Film, Gaming-Soundtracks und physischen Trägern bis hin zum Erstellen von Kurz-Videos.

46 Prozent der Musikfans nutzen kostenpflichtige Abo-Dienste wie Spotify oder Apple, die jederzeit verfügbaren On-Demand-Zugriff auf zig-Millionen von lizenzierten Titeln bieten. Neben populären Genres wie Pop, Rock und Hip-Hop wurden mehr als 500 verschiedene Genres im Rahmen der Studie genannt - darunter "Sertanejo", "Samba", "Disco-Polo" und "Dangdut".

69 Prozent der Befragten geben an, dass Musik für ihre mentale Verfassung wichtig ist. Für 68 Prozent spielt Musik beim Sport eine wichtige Rolle.

63 Prozent stimmen zu, dass Musik eine zentrale Rolle bei der Nutzung von Kurzform-Video-Apps spielt. Lineares Radio wird hauptsächlich wegen Musik gehört. Die weiterhin anhaltende Popularität traditioneller Radiosender beruht auf dem Musikangebot, sagen 73 Prozent der Befragten.

Fast jeder dritte Befragte (30 Prozent) konsumiert Musik auf nicht lizenzierten Online-Plattformen. Ein weltweiter Schaden in Milliardenhöhe ist die Folge, betonte IFPI.

"Der Musikmarkt ist lebendiger und innovativer als je zuvor", kommentierte Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft, die Umfrage. "Immer mehr Musikfans nutzen die neuen digitalen Musik-Services, oftmals mehrere Plattformen parallel. Es steigen der Musikkonsum, die Auswahl bei den Musik-Services und auch die Vielfalt der konsumierten Musikgenres. Von dieser positiven Entwicklung profitieren alle - Songwriter, Interpreten, Labels und Verlage."

Quelle: Agenturen