Jüdisches Museum Wien restituiert Tora-Schild aus NÖ
Das von dem Wiener jüdischen Silberschmied Leopold Mandl gefertigte Stück gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sammlung des Schoa-Überlebenden Max Berger. Dessen Judaica-Sammlung, die er zum Gedenken an seine von den Nationalsozialisten ermordete Familie aufbaute, wurde 1989 von der Stadt Wien für das Museum angekauft und befindet sich seit 1992 als Dauerleihgabe im Haus.
Dank der historischen Forschungen der wissenschaftlichen Leiterin der Ehemaligen Synagoge St. Pölten, Martha Keil, im Zuge der Vorbereitung der von ihr kuratierten Ausstellung "Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich" konnte die Herkunft des Objekts eindeutig geklärt und die Nachkommen der Familie Hacker ausfindig gemacht werden. Die offizielle Übergabe des Tora-Schilds soll im Rahmen der Ausstellungseröffnung in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten am 14. April erfolgen.
(S E R V I C E - https://www.jmw.at/ ; https://www.ehemalige-synagoge.at/de/geraubte-heiligkeit )
Zusammenfassung
- Das Jüdische Museum Wien gibt ein historisches Tora-Schild aus dem 1938 geplünderten Bethaus der Familie Simon Hacker in Bad Erlach an die rechtmäßigen Nachkommen zurück.
- Das von Leopold Mandl gefertigte Ritualobjekt gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sammlung des Schoa-Überlebenden Max Berger, deren Judaica-Bestand 1989 von der Stadt Wien angekauft und seit 1992 als Dauerleihgabe im Museum ist.
- Die Rückgabe findet am 14. April im Rahmen der Ausstellungseröffnung "Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich" in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten statt, nachdem die Herkunft durch Forschungen eindeutig geklärt werden konnte.
