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Jude Law fürchtet sich nicht vor Putin

Heute, 13:02 · Lesedauer 2 min

In einem neuen Film ist Jude Law als Wladimir Putin zu sehen. Angst vor einer möglichen Reaktion des russischen Präsidenten hat der Schauspieler aber nicht. "Ich hoffe, ich bin nicht naiv, aber ich habe keine negativen Auswirkungen befürchtet", sagte der 52-Jährige in Venedig, wo bei den Filmfestspielen "The Wizard of the Kremlin" am Sonntagabend Premiere feiert.

Das Werk des französischen Regisseurs Olivier Assayas konkurriert mit 20 anderen Filmen um den Goldenen Löwen. Assayas beleuchtet in seiner Romanverfilmung den Aufstieg Putins zum russischen Präsidenten. Erzählt wird aus der Sicht eines jungen Beraters, den Paul Dano spielt, der zwar eine fiktive Figur ist, aber auf dem russischen Politiker Wladislaw Surkow beruhen soll.

"Ich hatte Vertrauen in Olivier und das Drehbuch und war überzeugt, dass diese Geschichte intelligent, nuanciert und mit Bedacht erzählt wird", sagte Law. "Wir wollten keine Kontroverse um der Kontroverse willen. Noch wichtiger war für mich, mir bewusst zu machen, dass es sich um eine Figur innerhalb einer größeren Geschichte handelt. Wir wollten niemanden definieren."

Assayas und er seien sich einig gewesen, dass sie "keine Imitation von Wladimir Putin" darstellen wollten. "Wir hatten natürlich viele Referenzen für diese Phase in Putins Leben und haben einfach versucht, eine Ähnlichkeit mit mir zu finden, denke ich. Es ist erstaunlich, was eine gute Perücke bewirken kann." Über seine Vorbereitung auf die Rolle sagte Law: "Natürlich gab es eine Menge Filmmaterial, das man sich ansehen konnte. Sobald man einmal angefangen hat, wird es zu einer Art Obsession, sodass man immer nach neuerem Material sucht. (...) Für mich war der schwierigste Part, dass das öffentliche Image, das wir sehen, sehr, sehr wenig preisgibt."

Gefragt, ob er etwas Positives aus der Rolle mitgenommen habe, sagte Law: "Ich habe Judo gelernt." Putin ist bekannt dafür, Judo-Sportler zu sein.

Zusammenfassung
  • Der Film des französischen Regisseurs Olivier Assayas konkurriert mit 20 weiteren Produktionen um den Goldenen Löwen und erzählt Putins Aufstieg aus der Sicht eines fiktiven Beraters, verkörpert von Paul Dano.
  • Law betont, dass die Darstellung keine reine Imitation Putins sei und er sich intensiv mit Filmmaterial vorbereitet habe; als Nebeneffekt habe er Judo gelernt, eine Sportart, für die Putin bekannt ist.