APA - Austria Presse Agentur

ILSC-Contest: "Bei uns geht es wirklich um die Songs"

15. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Einen Tag vor dem Finale des Eurovision Song Contest 2021 am 22. Mai feiern blinde und sehbehinderte Menschen aus 17 Ländern ihre Lieder beim ersten "International Low Vision Song Contest", dem ILSC. "Bei diesem Song Contest geht es wirklich um die Songs", teilten die Organisatoren in Berlin mit. Bei der Online-Veranstaltung stehe die optische Präsentation im Hintergrund. Die eigentlichen Stars seien die Lieder.

"Die unterschiedlichsten Stilrichtungen sind vertreten - vom polnischen Acoustic Song und dem eindringlichen Sprechgesang einer Britin über belgischen Hip-Hop bis zu Folk-Pop aus Bulgarien und Zypern." Das Begriffspaar "Low Vision" steht international für Sehbehinderung. Start ist am Freitag (21. Mai) um 19 Uhr (www.dbsv.org/ilsc).

Der Wettbewerb wird vom Jugendclub des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) gemeinsam mit VIEWS International organisiert. Deutschland wird von Benjamin Michael vertreten. Der Berliner Musiker setzte sich in der deutschen Vorentscheidung der Veranstaltung mit dem Flamingo-Jazz-Stück "The Things (Don't you worry)" über den Umgang mit Trauer gegen 14 weitere Beiträge durch. Österreich ist findet sich nicht unter den Teilnehmerländern.

"Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist, dass Text oder Musik des Liedes von einer Person mit Seheinschränkung geschrieben wurde", teilten die Organisatoren weiter mit. "Auch zu den Interpretinnen und Interpreten eines Songs muss immer mindestens ein blinder oder sehbehinderter Mensch gehören. Die Show wird auf Youtube gestreamt, der beste Song wird per Online-Voting ermittelt."

Startenor Andrea Bocelli habe eine Videobotschaft mit Gesang angekündigt. Live dabei sein wird laut den Angaben die sehbehinderte nordirische Sängerin Andrea Begley, Gewinnerin von "The Voice UK" 2013.

Quelle: Agenturen