APA - Austria Presse Agentur

Hubert-von-Goisern-Kulturpreis 2020 an zehn Kunstschaffende

Mai 12, 2020 · Lesedauer 2 min

Der Hubert-von-Goisern-Kulturpreis geht im Jahr 2020 an insgesamt zehn Künstler. Wegen der schwierigen finanziellen Situation für Kulturschaffende durch die Corona-Maßnahmen hat der Musiker und Namensgeber der Auszeichnung das Preisgeld heuer auf 30.000 Euro verdoppelt. Neben den fünf mit je 4.000 Euro dotierten "klassischen" Kulturpreisen wurden zudem fünf Förderpreise zu je 2.000 Euro vergeben.

Der Preis wird für außerordentliches Engagement und Leistungen im Bereich Kunst und Kultur, insbesondere aber in der Musik vergeben. Er soll – so der Stifter – inspirierte und inspirierende Menschen unterstützen und etwa Ideen fördern, die dem Gemeinwohl zugutekommen.

Die Auszeichnung wurde heuer zum dritten Mal ausgelobt. Aus den insgesamt 170 Einreichungen hat eine dreiköpfige Jury nun zehn Projekte aus den verschiedensten kreativen Richtungen ausgewählt. Anders als in den Vorjahren muss heuer allerdings auf eine öffentliche Auszeichnung verzichtet werden.

Die diesjährigen Preisträger sind: die Künstlerin Maria Bichler (OÖ), die mit ihrem Projekt "Eat the Artist" Vögeln ein Selbstporträt aus Vogelfutter als Nahrungsquelle angeboten hat; die freischaffende Musikerin und Komponistin Julia Lacherstorfer (OÖ), die mit ihrer Arbeit die weibliche Perspektive im Volksmusikgut stärker ins Bewusstsein rückt; Stefan Tiefengraber (OÖ), der als Teil des Vereins zur Förderung von Klangkunst und künstlerischen Experimenten in Linz Klangkunstkonzerte organisiert; der Musikant und Theologe Jesse Grande (Tirol), der nach seiner Komposition "Zuggersiaß" und der Gründung der Band JESSE erstmals eine LP veröffentlichen wird, und der Musiker Florian Kreier (Deutschland), der neben seinem Hauptprojekt "Angela Aux" in einer Vielzahl weiterer Bands aktiv ist.

Die Förderpreise erhalten 2020 der Schlagwerker und Musikpädagoge Andreas Huber (OÖ), die in Irland lebende Steirerin Claudia Schwab, das Projekt "Chez Fria" aus Salzburg, die OTTO Kulturgenossenschaft (OÖ) und der Südtiroler Jan Langer für seine Landart-Projekte.

Auf seiner Homepage zeigte sich Hubert von Goisern übrigens enttäuscht vom Umgang der Bundesregierung mit Kulturagenden: "Es gibt weit und breit keine Person, die mit einer diesbezüglichen Kompetenz ausgestattet wäre. Und was schon zuvor bedauerlich und einer Kulturnation unwürdig war, wird im aktuellen Ausnahmezustand zum Symbol für Perspektivlosigkeit", schreibt der Musi

Quelle: Agenturen