Holzinger plant "Pfingstspiel" in Wien und Prinzendorf
Das "Pfingstspiel" nimmt auf Hermann Nitschs (1928-2022) legendäres Pfingstfest auf Schloss Prinzendorf Bezug, das er ab 1973 als jährliche Veranstaltung für seine Unterstützer und Freunde konzipiert hatte. 2024 hatte das Pfingstfest erstmals nach dem Tod des Aktionskünstlers wieder stattgefunden. Holzingers Performance soll in Wien beginnen und in Prinzendorf enden. Den Start macht ein Prolog im Wiener Eislaufverein, der als "Oratorium für Körper und Maschinen" angekündigt wird. Danach führt eine gemeinsame Busfahrt nach Schloss Prinzendorf. "Mit Feuerwerk und Glocken, Musik und Motorrädern beschwören Holzinger und ihre Darsteller:innen die Erinnerung an einen Ort, der wie kaum ein anderer für radikale Performance steht", heißt es weiter.
"Für mich ist es sehr stimmig, eine Pfingst-Étude in Nitschs Prinzendorf zu machen", so Holzinger. "Schon in seinen Arbeiten hat sich die technologische Zivilisation immer wieder eingeschrieben: von Menschen gebaute Maschinen, die zugleich fast wie von selbst, beinahe 'robotisch' ihre kriegerischen Abläufe vollziehen. An diesem Ort möchten wir die Erinnerungen aufrufen und die dort entstandenen Geschichten weiterdrehen und neu erzählen." Die Wiener Festwochen, die ihre Programm am Donnerstag vorstellen, finden heuer von 15. Mai bis 21. Juni unter dem Motto "Republic of Gods" statt.
(S E R V I C E - Tickets für das "Pfingstspiel" von Florentina Holzinger sind ab 26. Februar über die Wiener Festwochen erhältlich. www.festwochen.at )
Zusammenfassung
- Die Wiener Choreografin Florentina Holzinger veranstaltet am 23. Mai eine mehrstündige Performance namens "Pfingstspiel" in Wien und Prinzendorf als offiziellen Satellitenbeitrag zur Kunstbiennale in Venedig.
- Die Aufführung beginnt mit einem Prolog im Wiener Eislaufverein als "Oratorium für Körper und Maschinen" und führt per Busfahrt nach Schloss Prinzendorf, wo Feuerwerk, Glocken, Musik und Motorräder eingesetzt werden.
- Das "Pfingstspiel" ist eine Koproduktion mit der Nitsch Foundation und knüpft an Hermann Nitschs legendäres Pfingstfest an, wobei Tickets ab 26. Februar im Rahmen der Wiener Festwochen (15. Mai bis 21. Juni) erhältlich sind.
