APA - Austria Presse Agentur

Hinterhäuser denkt "kompakte Festspiel-Ausgabe" an

23. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Eine kompakte Ausgabe der Salzburger Festspiele ab Mitte August "könnte ein Szenario sein", sagt Intendant Markus Hinterhäuser in einem Interview mit der "Wiener Zeitung" (Freitag-Ausgabe). "Aber alles, was wir bedenken, wird in dem Moment Makulatur, in dem die Fall-Zahlen wieder steigen", fügte er hinzu. Zunächst aber gehe es vorwiegend um Räumlichkeiten und Modalitäten für den Probenbetrieb.

Eine kompakte Ausgabe der Salzburger Festspiele ab Mitte August "könnte ein Szenario sein", sagt Intendant Markus Hinterhäuser in einem Interview mit der "Wiener Zeitung" (Freitag-Ausgabe). "Aber alles, was wir bedenken, wird in dem Moment Makulatur, in dem die Fall-Zahlen wieder steigen", fügte er hinzu. Zunächst aber gehe es vorwiegend um Räumlichkeiten und Modalitäten für den Probenbetrieb.

"Wir arbeiten an umfangreichen Vorschlägen, die unter Einhaltung aller Sicherheitsstandards Möglichkeiten eröffnen, wie man vielleicht doch zu einem Probenbetrieb oder einem reduzierten Spielbetrieb kommen könnte", so der Intendant. "Es fängt bei Räumlichkeiten an, die man anbieten kann für eine Probensituation. Wie können wir mit Testungen umgehen?", so Hinterhäuser.

Als weitere dringende Fragen nannte er: "Wie leiten wir das Publikum hinein und wieder hinaus? Können wir Veranstaltungen ohne Pause machen, um diesen Moment der Zusammenkunft zu eliminieren? Wie können wir Abstände sicherstellen, etwa mit einer losen Bestuhlung auf dem Domplatz? Es sind Fragen über Fragen. Aber wir arbeiten an einem sehr präzisen Katalog von Möglichkeiten. Den werden wir der Politik auch zukommen lassen."

Der positive Verlauf der Ansteckungs-Zahlen der Corona-Pandemie gebe "Anlass zur Hoffnung": "Vielleicht wird man dann noch das eine oder andere Zeichen setzen können. Wir versuchen, uns da einen gewissen Spielraum zu erhalten." Die Entscheidung falle jedenfalls "spätestens" am 30. Mai. "Es wird dazwischen viele politische Entscheidungen geben, was erlaubt ist und was nicht. Da können wir uns gar nicht herausnehmen. Aber ob und in welcher Form die Festspiele stattfinden, das liegt letztlich in der Hand der Politik."

Auch bei den anstehenden Haftungsfragen "muss man mit der Politik eine kluge, tragfähige und möglichst gerechte Lösung finden. Das können Institutionen nicht alleine stemmen", so Hinterhäuser in der "Wiener Zeitung". Die Coronakrise werde sich sicher niederschlagen. "In den künstlerischen Produktionen, aber auch in der Attitüde, im Selbstverständnis dafür, was möglich, was wesentlich ist. Es wird wenig so sein wie vorher. Und das für eine lange Zeit. Wenn diese ganze Corona-Krise gar keinen Einfluss hätte auf künstlerische Produktionen, dann wüsste ich nicht, was noch Einfluss haben könnte."

Quelle: Agenturen