APA - Austria Presse Agentur

Filmfestival Cannes prüft Allianz mit Venedig

16. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Wegen der Corona-Pandemie prüft das Filmfestival im französischen Cannes ein Bündnis mit den internationalen Filmfestspielen in Venedig. "Seit Beginn der Krise beraten wir über die Möglichkeit einer Annäherung, wenn Cannes abgesagt wird", sagte der Festival-Verantwortliche Thierry Frémaux der Zeitschrift "Variety".

Wegen der Corona-Pandemie prüft das Filmfestival im französischen Cannes ein Bündnis mit den internationalen Filmfestspielen in Venedig. "Seit Beginn der Krise beraten wir über die Möglichkeit einer Annäherung, wenn Cannes abgesagt wird", sagte der Festival-Verantwortliche Thierry Frémaux der Zeitschrift "Variety".

Der französische Kulturminister Franck Riester sagte am Donnerstag im Radiosender France Inter, für kleinere Festivals gebe es noch Hoffnung. Das Filmfest in Cannes zählt allerdings zu den wichtigsten weltweit. Seine 73. Ausgabe sollte ursprünglich vom 12. bis 23. Mai stattfinden.

Wegen der Corona-Krise sind jedoch alle Großveranstaltungen in Frankreich bis Mitte Juli abgesagt, wie Präsident Emmanuel Macron am Montag ankündigte. Die Filmfestspiele in Venedig sind vom 2. bis 12. September geplant.

In erster Linie gehe es um die Filme, die Künstler und das Überleben der Kinos, sagte Frémaux weiter. "Das Festival will im Herbst präsent sein, um dazu beizutragen", betonte er. Eine rein digitale Ausgabe in Cannes hatten die Organisatoren zuvor bereits ausgeschlossen.

Kulturminister Riester sagte, kleinere Festivals für Film oder Musik könnten unter strengen Auflagen womöglich stattfinden. Darüber verhandle die Regierung derzeit. Insgesamt sei es aber ein "schrecklicher Zeitpunkt für die Kultur".

Abgesagt wurde nun auch das größte Festival für aktuelle Musik in Frankreich: Das Festival des Vieilles Charrues sollte vom 16. bis 19. Juli in der Bretagne stattfinden. Im vergangenen Jahr hatten knapp 300.000 Menschen daran teilgenommen. In Frankreich starben bisher mehr als 17.000 Menschen am neuartigen Coronavirus.

Quelle: Agenturen