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Filmemacher Franz Xaver Bogner wird 75

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Wer wissen will, wie Menschen in Bayern ticken, dem seien Serien und Filme von Franz Xaver Bogner angeraten. Der Filmemacher erzählt vom Leben jenseits von Alpenkitsch und Volkstümelei. Die Menschen in seiner Kultserie "Irgendwie und Sowieso", aber auch in "München 7" sind bodenständig, eigenwillig, mit Ecken und Kanten, die sie interessant, nahbar und real machen. Das hat viel mit der Persönlichkeit ihres Schöpfers zu tun, der am Montag, 15. Jänner, 75 Jahre wird.

"Wenn ich jetzt Resümee ziehe, dann kann ich sagen, ich habe den Beruf ausgefüllt und fülle ihn auch weiterhin noch aus. Ich habe das nicht eine Sekunde bereut", sagt der Regisseur und Drehbuchautor gut gelaunt in seinem Büro in Neubiberg bei München. Das Schreiben, das Vorbereiten eines Drehs und die Arbeit am Set - "das bereitet mir immer noch große Lust und Freude. Ich habe nie den Gedanken gehabt, 'jetzt mache ich aber einen Kiosk auf'".

Das Bodenständige liegt Bogner im Blut. Aufgewachsen ist er in Markt Schwaben, einer unspektakulären Gemeinde im Osten Münchens. Das Gymnasium besuchte er in Erding. Nach einer Lehre an einem Kopierwerk in München ging er an die damals noch junge Hochschule für Fernsehen und Film (HFF). Die Serie "Irgendwie und Sowieso" mit Ottfried Fischer, Elmar Wepper und Robert Giggenbach machte ihn 1986 zum Kult-Regisseur. Die Freunde Sir Quickly, Sepp und Effendi erleben darin die aufregenden Zeiten rund um das Jahr 1968 und träumen von Liebe, Freiheit und Rebellion. Und das in unverfälschtem Bairisch.

Bogner beherrscht den genauen, humorvollen und liebevollen Blick auf ganz normale Menschen und ihre Befindlichkeiten. In "Café Meineid" etwa brachte er dem begeisterten Fernsehpublikum ab 1990 fast 30 Jahre lang die skurrilen Fälle des Amtsrichters Wunder nahe. In "München 7" geht es um eine Polizeiwache am Viktualienmarkt, in der Andreas Giebel und Florian Karlheim als Polizisten Bartl und Kandler unkonventionell an die Arbeit gehen. Erfolgreich waren auch Werke wie das Drama "Madame Bäuerin", die Serie "Der Kaiser von Schexing" oder der Film "Das ewige Lied" über die Entstehung des weltberühmten Weihnachtsklassikers "Stille Nacht". Der Lohn: viele Auszeichnungen wie der Grimme-Preis und der Bayerische Fernsehpreis.

Aktuell arbeite er an einer Art "Irgendwie und Sowieso 2.0", verrät Bogner. Es gehe um Menschen mit Zivilcourage, die sich nichts gefallen ließen und ihren Teil in Sachen Alltagsanarchie beisteuern. Auch die Serie "Himmel, Herrgott, Sakrament" mit Stephan Zinner und Anne Schäfer würde er gerne fortsetzen. Basierend auf dem Sachbuch des Münchner Pfarrers Rainer Maria Schießler erzählt sie von einem ziemlich unkonventionellen Geistlichen, der seine Vorgesetzten immer wieder in Unruhe versetzt. "Ich denke, dass die Geschichte von diesem Pfarrer bezogen auf die allgemeine Situation der Kirche noch nicht auserzählt ist", sagt Bogner. Nun aber erst mal der Geburtstag. Den will Bogner mit seiner Familie feiern, zu der neben Ehefrau und vier Kindern inzwischen auch drei Enkelkinder zählen, für die er sich gerne Zeit nimmt.

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  • Wer wissen will, wie Menschen in Bayern ticken, dem seien Serien und Filme von Franz Xaver Bogner angeraten. Der Filmemacher erzählt vom Leben jenseits von Alpenkitsch und Volkstümelei. Die Menschen in seiner Kultserie "Irgendwie und Sowieso", aber auch in "München 7" sind bodenständig, eigenwillig, mit Ecken und Kanten, die sie interessant, nahbar und real machen. Das hat viel mit der Persönlichkeit ihres Schöpfers zu tun, der am Montag, 15. Jänner, 75 Jahre wird.