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Festspiele Reichenau begehen Neustart mit Künstlerfest

25. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Neustart der Festspiele Reichenau, die von der NÖ Kulturwirtschaft (NÖKU) übernommen worden sind, erfolgt mit einem Künstlerfest bei freiem Eintritt am 2. Juli im Kurpark. Die neue künstlerische Leiterin Maria Happel hat am Freitag in einem Pressegespräch in Wien den Spielplan 2022 vorgestellt. Wie bisher stehen vier Eigenproduktionen im Theater und im Neuen Spielraum im Zentrum des Programms.

Der besondere Charakter der Festspiele soll grundsätzlich weiter gepflegt werden. "Man muss langsam den Kurs verändern", zeigt sich Happel überzeugt. "Die Festspiele Reichenau haben eine Tradition. Dessen bin ich mir bewusst. Und ich kenne diese Tradition sehr gut. Ich habe hier nicht nur seit Jahrzehnten über 200 Mal gespielt und inszeniert, wir haben viele Sommer mit der Familie hier verbracht."

Die erste Premiere (2. Juli) inszeniert Torsten Fischer, in Anton Tschechows "Die Möwe" wirken u.a. Sandra Cervik und Martin Schwab mit. Christian Berkel führt Regie bei Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen"(u.a. mit Stefanie Dvorak, Paul Matic und Nachwuchstalenten des Max-Reinhardt-Seminars, Premiere: 3. Juli). Weiters zu sehen sind Carl Zuckmayers "Des Teufels General" (Regie: Hermann Beil, u.a. mit Stefan Jürgens in der Titelrolle, Premiere: 8. Juli) - die Produktion hätte bereits 2020 realisiert werden sollen, Happel übernimmt sie bewusst als "Zeichen einer Wertschätzung" der früheren Festspiel-Ära Loidolt - sowie "Ein ungleiches Paar" von Neil Simon (Regie: Peter Dehler, u.a. mit Petra Morzé und Fanny Stavjanik).

Neue Formate finden ebenfalls Eingang. So begeben sich Maria Happel und Michael Maertens im Duo auf eine literarische Reise ("Über unsere Verhältnisse", ab 10. Juli). Gemeinsam mit Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien präsentiert Happel im Schloss Reichenau "Peter und der Wolf" von Sergej Prokowjew. Künstlergespräche unter dem Motto "Alte Meister" (u.a. mit Claus Peymann und Peter Stein) sowie "Nach(t)gespräche" nach ausgewählten Vorstellungen ergänzen das Angebot.

Ein neuer Förderverein wurde gegründet, für dessen Mitglieder der Vorverkauf bereits ab sofort beginnt. Der allgemeine Kartenverkauf startet - auch online - am 28. März. Angeboten wird erstmals ein Busshuttle von Wien nach Reichenau. Neu ist auch eine Jugendermäßigung von 50 Prozent. Die Kartenpreise bewegen sich wie bisher von 42 bis 89 Euro. Insgesamt werden 33.204 Tickets aufgelegt, das Gesamtbudget der Festspiele beläuft sich auf 3,7 Millionen Euro.

(S E R V I C E - Festspiele Reichenau 2022, 2. Juli bis 6. August, Information: www.theaterreichenau.at)

Quelle: Agenturen