APA - Austria Presse Agentur

Donauinselfest auf September verschoben

30. März 2020 · Lesedauer 3 min

Das 37. Wiener Donauinselfest wird nicht wie geplant vom 26. bis 28. Juni stattfinden. Die Landesparteisekretärin der Wiener SPÖ, Barbara Novak, hat am Montag angekündigt, dass das Event in den Herbst verschoben wird. Der neue Termin ist nun der 18. bis 20. September. Eine Reduzierung des Programms ist nicht angedacht, wurde versichert.

Das 37. Wiener Donauinselfest wird nicht wie geplant vom 26. bis 28. Juni stattfinden. Die Landesparteisekretärin der Wiener SPÖ, Barbara Novak, hat am Montag angekündigt, dass das Event in den Herbst verschoben wird. Der neue Termin ist nun der 18. bis 20. September. Eine Reduzierung des Programms ist nicht angedacht, wurde versichert.

Das Festival wird von der Wiener SPÖ veranstaltet. Es wird durch die nunmehrige Verschiebung unmittelbar vor der wohl im Oktober stattfindenden Wien-Wahl über die Bühne gehen. Landesparteisekretärin Novak versprach, dass der Wahlkampf am Festgelände keine Rolle spielen soll.

Durch die Verschiebung kann wohl auch das derzeitige Festivalbudget von 4,2 Mio. Euro nicht eingehalten werden. "Wir können von Mehrkosten ausgehen", sagte Novak. Die städtische Förderung - rund 1,5 Mio. Euro - werde sich aber dadurch nicht erhöhen.

Organisator Thomas Waldner sagte, man sei mit den rund 80 Sponsoren in Kontakt. Diese würden auch signalisieren, zu dem dreitägigen Festival zu stehen. Wie sich die wirtschaftliche Lage der Kooperationspartner entwickle, müsse man aber noch abwarten. Novak ergänzte, dass das wirtschaftliche Risiko für das Open-Air-Festival bei der SPÖ Wien liege - die Partei also einspringe, wenn etwa Sponsorengelder wegbrächen.

Zum geplanten Line-up wurde heute noch nichts verraten. Erste Informationen soll es dazu noch vor dem Sommer geben. Änderungen zum ursprünglich geplanten Programm werde es aber wohl geben, da viele Acts ihre Konzerte auf den Herbst verschieben müssen und noch freie Termine deshalb knapp sind. "Schwierigkeiten könnten uns eher internationale Acts machen", prognostizierte Novak. Waldner stellte deshalb einen verstärkten Fokus auf heimische Bands und Künstlerinnen und Künstler in den Raum.

Novak sagte, es wäre einfacher gewesen, das Donauinselfest komplett abzusagen. Aber man sei den Logistikpartnern, der Gastronomie und den Auftretenden in der Verantwortung. "Für viele heimische Kunstschaffende ist das Donauinselfest sehr wichtig", ergänzte Kurt Wimmer vom Verein Wiener Kulturservice, der vor allem die Gagen verantwortet. Deshalb soll diesen ein Teil des Salärs schon vor dem Event ausbezahlt werden.

Gerade für die Eventszene sei die jetzige Krise existenzbedrohend, ergänzte Waldner. Und er vergaß nicht zu erwähnen: "Auch für die Stadt selbst ist die Umweltrentabilität wichtig." Die erstmalige "Ganz Wien"-Tour - eine Art Vorprogramm der Inselsause in den Bezirken - wird ebenfalls von April/Mai auf Ende August/Anfang September verlegt.

Die rote Landesparteisekretärin wies darauf hin, dass der neue Festivaltermin von 18. bis 20. September in die heiße Phase des Wien-Wahlkampfes fallen wird: "Das wird Kritik der Opposition auf den Plan rufen." Deshalb werde die Insel eine "absolut wahlkampffreie Zone" bleiben - ohne SPÖ-Plakate oder Wahlreden. Vielmehr wolle man - "wenn hoffentlich wieder alles vorbei ist" - allen Wienerinnen und Wienern Danke sagen für den geleisteten Zusammenhalt und die Disziplin der Bevölkerung während der Corona-Krise.

Quelle: Agenturen