Beatles, Nirvana, Pink Floyd: Riesige Auktion bei Christie's
Versteigert werden mehrere hundert Objekte aus der "Jim Irsay Collection", einer der bedeutendsten privaten Sammlungen dieser Art. Der US-Unternehmer, Milliardär und Mäzen Jim Irsay, langjähriger Besitzer des NFL-Teams Indianapolis Colts und leidenschaftlicher Sammler, ist im vergangenen Jahr gestorben.
Im Zentrum stehen berühmte Instrumente der Rockgeschichte. Highlight ist eine 1966er-Fender Mustang, die Nirvana-Frontmann Kurt Cobain gehörte. "Es war eine seiner liebsten Gitarren", sagte Amelia Walker, die bei Christie's London die Abteilung für private und bedeutende Sammlungen leitet, der Deutschen Presse-Agentur.
Cobain spielte sie auf den Alben "Nevermind" und "In Utero". Sie ist außerdem im Video zu "Smells Like Teen Spirit" zu sehen. "Sie ist also wirklich ein zentrales Element in der gesamten Nirvana-Geschichte", so Walker. Christie's rechnet mit Geboten in Höhe von bis zu 4,3 Millionen Euro.
Für die schwarze Fender Stratocaster von David Gilmour, mit der er den Sound von Pink Floyd entscheidend prägte, werden Gebote von bis zu 3,4 Millionen Euro erwartet.
Günstiger zu haben sind eine Trompete von Miles Davis (Schätzwert: bis zu 130.000 Euro), ein Saxofon von John Coltrane (51.000 Euro) oder eine Robe von James Brown (42.000 Euro).
Bob Dylans handgeschriebener Songtext zu "The Times They Are A-Changing" könnte für bis zu 680.000 Euro den Besitzer wechseln.
Ein Raum voller Beatles-Erinnerungen
Einen ganzen Raum der Ausstellung nehmen Erinnerungsstücke der Beatles ein. In London ist das Bassdrum-Fell zu sehen, das Schlagzeuger Ringo Starr 1964 beim legendären Auftritt der "Fab Four" in der "Ed Sullivan Show" benutzte. "Das war ein Moment, der im 20. Jahrhundert alles verändert hat", sagt Walker. Es wird auf bis zu 1,8 Millionen Euro geschätzt.
Auch Starrs erstes Ludwig-Schlagzeug, Gitarren von John Lennon und George Harrison sowie ein handgeschriebener "Hey Jude"-Text von Paul McCartney und die eidesstattliche Erklärung zur Auflösung der Beatles sind zu ersteigern.
Manuskript von Jack Kerouac, WM-Gürtel von Muhammad Ali
Objekte aus Literatur, Sport und Film kommen ebenfalls unter den Hammer. Als Toplos gilt das mit der Schreibmaschine verfasste Rollenmanuskript von Jack Kerouac für den Roman "On The Road". "Es ist die Bibel der Beat-Generation", sagt Amelia Walker. Christie's erwartet Gebote von bis zu 4,3 Millionen Euro.
Ein Höhepunkt aus der Sportgeschichte ist der WBC-Weltmeisterschaftsgürtel von Muhammad Ali, den er 1974 durch den Sieg über George Foreman beim "Rumble In The Jungle" gewann. Das Auktionshaus rechnet mit umgerechnet bis zu 3,4 Millionen Euro.
Aus dem Filmbereich sind unter anderem ein handgeschriebenes Drehbuch von Sylvester Stallone zum Filmklassiker "Rocky", ein "Goldenes Ticket" aus dem Film "Willy Wonka und die Schokoladenfabrik" oder eine Brille, die Mike Myers im ersten "Austin Powers"-Film trug, zu haben.
Die Versteigerung findet in vier Abschnitten vom 3. bis 17. März statt – live vor Ort in New York und auch online. Ein Teil der Erlöse soll laut Christie's wohltätigen Zwecken zugutekommen.
Zusammenfassung
- Ein ganzer Raum der Ausstellung ist den Beatles gewidmet, mit Erinnerungsstücken wie Ringo Starrs Bassdrum-Fell aus der 'Ed Sullivan Show' (bis zu 1,8 Mio. Euro) und einem handgeschriebenen 'Hey Jude'-Text von Paul McCartney.
- Auch Objekte aus Literatur, Sport und Film werden versteigert, darunter Jack Kerouacs Manuskript von 'On The Road' (bis zu 4,3 Mio. Euro) und Muhammad Alis WM-Gürtel von 1974 (bis zu 3,4 Mio. Euro).
