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"God bless America"

Super Bowl: Bad Bunny liefert ab, Trump ist verärgert

09. Feb. 2026 · Lesedauer 3 min

Latin-Superstar Bad Bunny hat die Halbzeitpause der Super Bowl in eine riesige Tanzparty verwandelt und das größte Einzelsportereignis des Jahres in den USA für politische Botschaften genutzt.

 Der 31-Jährige aus Puerto Rico ließ während des NFL-Finales zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots im kalifornischen Santa Clara Fahnenträger auftreten, die neben der Flagge der USA auch die von vielen anderen Ländern des Doppelkontinents Amerika präsentierten.

Außerdem hielt Bad Bunny einen Football mit der Aufschrift "Gemeinsam sind wir Amerika" in die Kamera, sagte "God bless America" (Gott segne Amerika) und zählte neben den USA zahlreiche lateinamerikanische Länder auf. 

Im Hintergrund leuchtete auf einer Leinwand der Schriftzug: "Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe."

Trump: "absolut schrecklich"

Bad Bunny ist als vehementer Gegner der Abschiebepolitik der US-Regierung bekannt und hatte seine jüngste Rede bei den Grammys auch für Kritik am radikalen Kurs von Präsident Donald Trump genutzt. 

Wie politisch aufgeladen sein Auftritt in der Super-Bowl-Pause war, zeigte sich auch darin, dass Trump die Show auf seiner Plattform Truth Social umgehend als "absolut schrecklich" und eine der schlimmsten aller Zeiten niedermachte. 

Man verstehe kein Wort, die Tanzeinlagen seien "ekelhaft" und überhaupt werde die Show der "Großartigkeit Amerikas" nicht gerecht, schrieb der Republikaner.

Während Trump vor Wut schäumt, wird Bad Bunny im Netz von Millionen Menschen gefeiert. Bad Bunny sang ausschließlich auf Spanisch – ein Novum für die traditionsreiche Halbzeitshow. Trump kam anders als beim vergangenen Mal nicht zur Super Bowl und hatte Bad Bunny bereits vor dem Finale beleidigt.

Der Künstler, dessen Musik Reggaeton mit afrokaribischen und puerto-ricanischen Musikstilen verbindet, hatte im Vorfeld betont, sein Auftritt sei "für mein Volk, meine Kultur und unsere Geschichte". 

Unter anderem sang er eines der politischsten Lieder seines aktuellen Albums: "Lo que paso con Hawaii" (Was mit Hawaii geschehen ist). Darin kritisiert er die kulturelle Übernahme der Inselkette Hawaii durch die USA, die 1898 - zur gleichen Zeit wie Puerto Rico - unter die Herrschaft der Vereinigten Staaten geriet.

Mega-Event mit langer Geschichte

Der Auftritt bei der Super Bowl gilt als größte Showbühne des Jahres. Mit mehr als 100 Millionen Zuschauern allein in den USA sind die kurzen, oft bombastischen Halbzeitshows häufig populärer als das eigentliche Spiel und längst zu einem eigenen Kulturphänomen geworden.

 Stars wie Roger Federer, Travis Scott, Jon Bon Jovi, Jay-Z und seine Tochter Blue Ivy waren für das Finale der National Football League ins Stadion gekommen.

Zusammenfassung
  • Bad Bunny, 31, verwandelte die Super-Bowl-Halbzeitshow im kalifornischen Santa Clara in eine politische Tanzparty und ließ Fahnenträger mit Flaggen aus vielen Ländern Amerikas auftreten.
  • Er präsentierte einen Football mit der Aufschrift "Gemeinsam sind wir Amerika" und sang ausschließlich auf Spanisch – ein Novum für die traditionsreiche Show, die über 100 Millionen Zuschauer in den USA verfolgten.
  • Donald Trump kritisierte die Darbietung als "absolut schrecklich" und warf ihr vor, der "Großartigkeit Amerikas" nicht gerecht zu werden, während Bad Bunny in seinem Song die kulturelle Übernahme Hawaiis durch die USA thematisierte.