Aus aufgegebenen Zelten bei "Rock am Ring" werden Jacken

20. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Viele Besucher von Musikfestivals lassen ihre Zelte einfach zurück - erstmals sollen nun bei "Rock am Ring" in Deutschland daraus Taschen, Rucksäcke und Jacken gefertigt werden. Die ökologischen Initiativen "tentation" und "Utopia" wollen mit diesem sogenannten Upcycling im Rahmen eines neuen Nachhaltigkeitskonzepts des Musikspektakels regionale faire Jobs schaffen, wie die Veranstalter der dpa mitteilten. Die Gewinne sollen in ökologische und soziale Projekte fließen.

Bei der Corona-bedingt ersten Auflage von "Rock am Ring" seit drei Jahren vom 3. bis 5. Juni am Nürburgring soll es mehrere Sammelboxen zur Abgabe von aufgegebenen Zelten geben. Die auf den Campingflächen zurückgelassenen Schlafstätten würden aufgesammelt, so die Veranstalter. Für Besucher mit beschädigten Zelten gebe es aber auch einen Reparaturservice. Zudem könnten Zelte vor Ort gemietet werden.

Jeder Musikfan bekommt laut den Veranstaltern Müllsäcke. Bei Recycling-Stationen auf einem Teil der Campingflächen soll ökologische Abfalltrennung möglich sein, überwacht von Mitarbeitern im Schichtbetrieb. Auch abgeholter Müll werde noch maschinell sortiert, hieß es. Bei den Gastronomieständen soll es Mehrwegbecher und -geschirr mit Pfand geben. Hinzu kämen kostenlose Wasserspender auf dem Gelände.

"Rock am Ring" am Pfingstwochenende ist nach Angaben der Veranstalter nahezu ausverkauft. Rund 90.000 Besucher könnten es maximal sein. Headliner sind Green Day, Muse und Volbeat. Etwa 70 Bands auf drei Bühnen werden an der legendären Rennstrecke in der Eifel erwartet. Bereits 1985 aus der Taufe gehoben, gilt das Open-Air-Spektakel als eines der traditionsreichsten Rockfestivals Deutschlands. Inzwischen beschäftigt es laut den Veranstaltern mehr als 10.000 Helfer.

Quelle: Agenturen