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Schwarzenegger: "Als ich in Österreich aufgewachsen bin, gab's kein Internet"

25. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

US-Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger empfiehlt auch mal auf das Handy zu verzichten. Der Atomausstieg sei ein Fehler gewesen.

US-Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger empfiehlt Nachwuchsunternehmern, weniger Zeit an Smartphone und Tablet zu verbringen. "Als ich in Österreich aufgewachsen bin, gab's kein Internet", sagte der Unternehmer am Sonntag auf der Gründermesse "Bits & Pretzels" in München. "Da gab's kein iPhone, kein iPad, kein Computer, kein gar nichts. Also hatte ich Zeit zu denken."

"Ihr braucht Zeit zu denken"

Die meisten Menschen würden täglich im Schnitt zwei bis drei Stunden an ihren Geräten verbringen. Das sei eine Menge Zeit, in der man darüber nachdenken könnte, was man wolle. "Ihr braucht Zeit zu denken", sagte Schwarzenegger den Besuchern der Messe, "weg von Euren iPhones".

"Atomausstieg war ein Fehler"

"Ich denke, dass wir weit zurück in den 70ern und 80ern den großen Fehler gemacht haben, Kernkraft auslaufen zu lassen", sagte der aus der Steiermark stammende ehemalige Gouverneur Kaliforniens am Sonntag auf der Gründermesse "Bits & Pretzels" in München.

Den Europäern sagte der ehemalige Gouverneur mit Blick auf den Krieg in der Ukraine: "Ihr habt Euch sehr, sehr verwundbar gemacht, Euch in Bezug auf Energie auf Russland zu verlassen."

Umweltschützer hätten es beim Atomausstieg gut gemeint, aber einen Fehler gemacht. Es stimme, bei der Kernenergie könnten Unfälle passieren, sagte Schwarzenegger. Aber die Zahl der Toten bei Nuklearunfällen sei vernachlässigbar im Vergleich zu denen, die durch Umweltverschmutzung und Klimawandel sterben würden. Atomkraftwerke arbeiten nahezu CO2-neutral, allerdings werden zum Beispiel beim Uranabbau Treibhausgase ausgestoßen.

Schwarzenegger setzt sich seit langem für Umweltschutz ein. Mit seinen Bemühungen als Kaliforniens Gouverneur habe er ein Paradebeispiel für die USA und letztlich den Rest der Welt schaffen wollen, sagte er am Sonntag. "Fossile Brennstoffe sind der Feind."

Quelle: Agenturen / moe