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Baldwin: Mitarbeiter für tödlichen Schuss am Set verantwortlich

20. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach seinem tödlichen Schuss auf seine Kamerafrau Halyna Hutchins am Filmset rechnet Hollywood-Star Alec Baldwin nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen für sich oder andere. Er gehe "ehrlich" davon aus, dass die Ermittler zu dem Schluss kommen würden, "dass das ein Unfall war", macht aber zwei Mitarbeiter verantwortlich.

Baldwin hatte im vergangenen Oktober während Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western "Rust" im Bundesstaat New Mexico die 42-jährige Kamerafrau Hutchins mit einer Requisitenwaffe erschossen. Der Revolver war offenbar mit mindestens einer echten Kugel geladen. Noch immer wird gerätselt, wie das geschehen konnte. Noch haben die Behörden keine Anklage erhoben. Die Staatsanwaltschaft hat aber nicht ausgeschlossen, dass dies noch geschehen könnte.

Baldwin belastet Mitarbeiter

In dem CNN-Interview machte Baldwin die Waffenmeisterin am Set, Hannah Gutierrez-Reed, und den Regie-Assistenten Dave Halls, der ihm die Waffe gereicht hatte, für das Unglück verantwortlich. "Es gibt zwei Leute, die nicht getan haben, was sie hätten tun sollen", sagte der Schauspieler und Produzent. "Ich sitze nicht hier und sage, dass ich will, dass sie ins Gefängnis gehen oder dass ihr Leben zur Hölle wird. Das will ich nicht, aber ich will, dass jeder weiß, dass das die beiden Menschen sind, die verantwortlich für das sind, was passiert ist."

Familie der Kamerafrau klagt Baldwin

Wegen des tödlichen Schusses sind eine Reihe von Zivilklagen eingereicht worden, unter anderem hat Hutchins' Familie Baldwin verklagt. Waffenmeisterin Gutierrez-Reed hat den Munitionslieferanten verklagt. Sie wirft ihm vor, scharfe Munition und Patronen-Attrappen vermischt zu haben.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam