APA - Austria Presse Agentur

Abu Dhabi: "Squid Game" wurde real

14. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Die Erfolgsserie schauten schon über 111 Millionen Menschen. In Abu Dhabi gab es eine Adaption in der realen Welt - verletzt wurde niemand.

Keine Serie wird derzeit so häufig gestreamt wie die Netflix-Produktion "Squid Game" aus Südkorea. In den neun Folgen regiert der Kampf ums Überleben: Knapp 500 hochverschuldete Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen treten in scheinbar harmlosen Kinderspielen gegeneinander an, um ein Preisgeld in Millionenhöhe zu gewinnen. Doch der makabere Wettbewerb duldet keine zweite Chance: Wer es nicht in die nächste Runde schafft, wird umgehend getötet.

Squid Game Event

Mit einem "KCC Squid Game Event" stellte nun das koreanische Kulturzentrum in Abu Dhabi die Serie nach. Um dem weltweiten Erfolg der Produktion gerecht zu werden, wurden nun vier Spiele aus der Serie in der echten Welt umgesetzt. Natürlich wurden keine Teilnehmer:innen mit Waffen bedroht, geschweige denn getötet. Ebenfalls gab es auch kein hohes Preisgeld zu gewinnen. Insgesamt traten 30 Spieler:innen in den Kostümen der Serie gegeneinander an und spielten unter anderem "Rotes Licht, grünes Licht" - dabei mussten die Teilnehmer:innen in einer bestimmten Zeit ein Feld überqueren. Zuvor hatte das Kulturzentrum aufgerufen, sich für das Spiel zu bewerben. Man wolle Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten dazu ermutigen, mehr über die koreanische Kultur zu erfahren.
 

Mit Erfolg, zumindest weltweit: Der große Erfolg hat zu einem deutlich gesteigerten Interesse am Erlernen der koreanischen Sprache geführt. Anfang Oktober gab das Unternehmen "Duolingo", das Onlinesprachkurse anbietet, bekannt, dass sich in den USA seit Serienstart von "Squid Game" im September 40 Prozent mehr Nutzer für Koreanischkurse registriert haben als noch im Vorjahreszeitraum.

Nachahmereffekt

Doch auch zu unschönen Nachahmereffekten ist es bereits gekommen. Laut Medienberichten haben Schüler an einer Schule im belgischen Erquelinnes ihre Version der Serie nachgespielt, wobei die Verlierer regelrecht verprügelt wurden. Die Schulleitung musste sich schließlich per Facebook an die Eltern der Schüler wenden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe