APA/HELMUT FOHRINGER

Wie Corona das öffentliche Leben verändert

08. Apr 2020 · Lesedauer 3 min

Wo vor Tagen noch emsiges Treiben war, herrscht nun einsame Stille. Die Städte der Welt kommen zur Ruhe, Leere füllt die Straßen. Fotos vor und während der Ausgangsbeschränkung sind schweigende Zeugen des Wandels.

In China gibt es erstmals seit Ende Jänner keine Toten mehr. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt. In Wuhan, ehemaliges Zentrum der Coronapandemie, kehrt das Leben zurück. Die Menschen beginnen wieder zu arbeiten. Die Regierung hat die Isolation beendet. Das Schlimmste scheint überstanden.

In vielen anderen Ländern steigen die Infektionszahlen indes weiter an. 50 Länder weltweit haben mittlerweile Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Mehr als zwei Milliarden Menschen sind davon betroffen. An öffentlichen Plätzen herrscht einsame Stille wo sich noch vor Kurzem Menschen tummelten. Fotos vor und während der Ausgangsbeschränkung sind schweigende Zeugen des Wandels.

Stephansplatz in Wien. In Österreich ist seit 16.März eine weitreichende Ausgangsbeschränkung in Kraft. Die Menschen sind dazu angehalten, zu Hause zu bleiben, außer es gibt einen triftigen Grund den Wohnraum zu verlassen. Die ersten Geschäfte sperren am 14. April wieder auf.

Stephansplatz in Wien

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat am 23.03. weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Alle Geschäfte, außer Supermärkte und Apotheken, werden geschlossen. Die Bevölkerung soll ihre Wohnung nur verlassen, wenn es notwendig ist. Johnson wurde für sein spätes Vorgehen vielfach kritisiert.

Trafalgar Square in London

Italien hat die Coronakrise besonders stark getroffen. Dort sind mittlerweile mehr Menschen am Virus gestorben als in China. Die italienische Regierung hat am 10. März eine strenge Ausgangssperre verordnet. Seit 20. März sind Parks und Spielplätze geschlossen, Sport im Freien ist nur in der Nähe der eigenen Wohnung erlaubt.

Spanische Treppe in Rom

Spanien ist nach Italien das am stärksten betroffene Land in Europa. Die sozialistische Regierung von Pedro Sánchez hat am 14. März weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Menschen dürfen ihre Wohnung nur verlassen, um einzukaufen, Medikamente zu besorgen, arbeiten und mit dem Hund Gassi zu gehen. Spanien will die Beschränkungen Ende April lockern.

Puerta del Sol in Madrid

In Frankreich gilt seit 17. März eine Ausgangsbeschränkung. Die Menschen dürfen ihren Wohnraum nur verlassen, wenn sie Lebensmittel einkaufen, zum Arzt, mit ihrem Hund spazieren und allein joggen gehen.

Arc de Triomphe in Paris

In Deutschland sind öffentliche Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur verlassen, wenn es notwendig ist. Restaurants, Spielplätze, Theater, Kinos und die meisten Geschäfte sind geschlossen. 

Brandenburger Tor in Berlin

Zuletzt (Stand 07. April) wurden in New York knapp 130.000 Infektionen und 4.750 Todesfälle gemeldet. Der Bundesstaat ist das Epizentrum der Epidemie in den USA. Seit 20. März gilt eine Ausgangsbeschränkung. Menschen sollen von zu Hause arbeiten. Schulen, Museen und die meisten Geschäfte sind geschlossen.

New York, Times Square

Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe