Popper: "Glaubt nicht, weil jetzt der Lockdown aus ist, ist alles gut"

17. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

Die Omikron-Ausbreitung hat laut Simulationsforscher Niki Popper bereits begonnen, im Jänner werden die Zahlen steigen. Die Regierung brauche einen Plan, aber jeder Einzelne solle sich auch darauf einstellen, zu Weihnachten PCR-getestet zu Feiern zu gehen. Einen guten Schutz biete auch die Impfung, vor allem mit Booster-Stich.

Die Delta-Variante "geht jetzt wirklich sehr sehr schön nach unten", analysiert Simulationsforscher Niki Popper von der TU Wien den Rückgang der Neuinfektionen. "Die Intensivauslastung folgt dem jetzt". Das sei sehr wichtig, damit Ärzte und Pflegepersonal entlastet werden. "Das Problem ist, wir haben diese zweite unabhängige Erkrankung und das ist die Omikron-Variante. Hier müssen wir davon ausgehen, dass die im Jänner bereits ansteigen wird." Die Ausbreitung passiere bereits jetzt.

Forscher einig: "Die Lage ist ernst"

"Die Lage ist schon ernst, da sind wir uns alle einig", stellt Popper anderslautende Medienberichte klar. Man müsse Neuansteckungen und Spitalszahlen sehr genau im Auge behalten, die "Entscheidungsträger müssen vorbereitet sein". Nun sei kurz Zeit zum Luftholen, aber die Pause, das zeichne sich nun ab, sei sehr verkürzt.

Weihnachten abzusagen ist nicht realistisch

Dass zu Weihnachten die meisten Maßnahmen ausgesetzt werden, müsse man realistisch sehen. "Bitte glaubts nicht, weil jetzt der Lockdown aus ist, ist alles gut." Es stimme zwar, dass Weihnachten ein "Kickstarter" für die Ausbreitung sein könnte, aber "die Leute werden sich wohl kaum daran hindern lassen, Weihnachten zu feiern".

Booster-Impfung und PCR-getestet feiern

Es sei wichtig, feiern zu können, aber Popper rät jedem Einzelnen dazu, sich an vorbeugende Regeln zu halten. "Die Impfung, speziell das Boostern" gebe einen sehr hohen Schutz gegen Erkrankungen, dazu kommen Hygienemaßnahmen, die jeder einhalten solle und man solle auf Abstand achten und wenn möglichst PCR-getestet zu Feiern gehen.

Man müsse genau wissen, wo und wann Omikron-Fälle in Österreich auftreten und warum. Wenn das passiert, könne man Prognosemodelle über Weihnachten anpassen. Dann könne man steuern, wenn sich Omikron im Jänner ausbreitet. Wirklich spannend werde dann die Rückkehr im Jänner an Arbeitsplätze und in die Schule. Da müsste man dann schauen, wie man vorgeht und bereits einen Plan haben.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam