APA - Austria Presse Agentur

Pflegeheim-Vertreter: "Man muss von Notstand sprechen"

05. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Der bestehende Mangel an Pflegekräften hat sich durch die Corona-Pandemie verstärkt, meinen Vertreter. Der Präsident des Lebenswelt Heim Bundesverbandes Markus Mattersberger spricht sogar von einem "Notstand".

Die österreichische Bevölkerung wird zunehmend älter. Gleichzeitig fehlt es an vielerorts an Pflegekräften. Besonders groß sei laut "Ö1" der Mangel in der Steiermark. Im Bericht wird ein Betroffener erwähnt, der seit über zwei Monaten nach einem Heimplatz sucht. Das Problem seien nicht die Betten, sondern der Mangel am Personal, heißt es auf "Ö1".

Mangel durch Corona "verstärkt"

Laut einem Bericht der "Presse" seien 17 Prozent der Betten laut der Pflegeabteilung des Landes noch frei, könnten jedoch nicht belegt werden, da gleichzeitig 640 Pflegekräfte fehlen. Hinsichtlich der Situation spricht Markus Mattersberger, Präsident des Lebenswelt Heim Bundesverbandes, auf "Ö1" von "einem Notstand".

Auch Sozialhilfeverbandsobmann Gerhard Meier sieht im Personalmangel ein österreichweites Problem. "Durch Corona hat sich das ganz exorbitant verstärkt. Das hängt, glaube ich, ganz stark damit zusammen, dass das Personal körperlich und psychisch gefordert ist". Die Belastung durch die Pandemie würde dazu führen, dass einige Pfleger den Beruf wechselten oder von Spitälern abgeworben wurden. Wie "wien.orf" berichtet, denken bereits ein Fünftel der Krankenpfleger wegen der hohen psychischen Belastung daran, aufzuhören. 

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea