Popper: "Jetzt geht es nach unten, das ist mal die gute Nachricht"

29. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

"Der Peak ist erreicht", sagt Simulationsforscher Nikolas Popper auf die Frage, ob der aktuelle Lockdown wirkt. Ob er für Geimpfte am 12. Dezember enden kann, könne man jetzt noch nicht sagen.

Zwar sind die Peaks - also das Maximum an positiven Testungen - in Österreich regional unterschiedlich, aber: "Jetzt geht es nach unten, das ist mal die gute Nachricht", sagt Simulationsforscher Nikolas Popper im "Ö1 Morgenjournal". "Der Peak ist erreicht", zieht Popper eine vorsichtige Zwischenbilanz.

Die Frage sei nur, wie schnell es nach unten geht, so der Simulationsforscher. Diese Woche werde "die Herausforderung" sein, das einzuschätzen. Das sei schwer zu sagen, weil es viele Faktoren gibt, die sich auf die Zahlen auswirken: Es gibt den Lockdown, die Impfung, die Immunisierung und unterschiedliches Verhalten sowie unterschiedliche Situationen auf den Intensivstationen. Die Auslastung der Intensivstationen müsse auf 10 Prozent sinken, so Popper. 

"Wir müssen hier wirklich exakt bleiben"

Die Auslastung der Intensivstationen dürfe aber auch nicht das einzige Kriterium für das Ende des Lockdowns sein, sagt Popper. So wie ein Lockdown eigentlich verhängt werden sollte, bevor die Intensivstationen ausgelastet sind, könne man auch vorher lockern, weil es eine Zeitverzögerung gibt, so Popper. Dafür müssen die Infektionszahlen aber "rapide" sinken. "Wenn ein Lockdown nicht wirkt müsste man sich ja die Frage stellen: 'Was kann man sonst noch tun?'". 

Ob der Lockdown für Geimpfte nun am 12. Dezember enden kann, könne man derzeit noch nicht sagen, so Popper, der sich durchaus selbstkritisch gibt: "Ich halte nichts mehr davon, Menschen immer wieder mit Aussagen zu traktieren: 'Ich glaube, ich meine'. Da müssen wir uns auch immer wieder an der Nase nehmen. Ich glaube, wir müssen hier wirklich exakt bleiben - oder wieder werden", sagt Popper. Man wisse schlicht nicht exakt, was kommen wird. Mitte der Woche wird man das einschätzen können, sagt Popper.

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Quelle: Redaktion / koa