Herzog zu Wirkung von Biontech-Impfstoff bei Kindern: "Fast zu schön, um wahr zu sein"

29. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Bei einer Zulassungsstudie für 12- bis 15-Jährige hat der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen Covid-19 erreicht. Für den PHARMIG-Geschäftsführer Alexander Herzog ist das Ergebnis "fast zu schön, um wahr zu sein".

Der Impfstoffhersteller Biontech rechnet mit einer baldigen Zulassung des Corona-Impfstoffs für Kinder. Der Zulassungsantrag soll kommende Woche bei der EMA beantragt werden. Ende März hatten Biontech und Pfizer von sehr hohen Antikörperantworten aus der Zulassungsstudie bei Zwölf- bis 15-Jährigen berichtet. Der Impfstoff sei gut vertragen worden und habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen Covid-19 geboten.

Alexander Herzog, Geschäftsführer des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs (PHARMIG), spricht den Pharmaunternehmen im PULS 24 Interview "Hochachtung und Respekt" für die Studienergebnisse aus. Er zeigt sich erfreut, dass "der Prozess ins Laufen kommt". Denn die Impfung von Kindern sei für eine "nachhaltige Pandemiebekämpfung sehr wichtig", da sehr viele Corona-Infektionen im familiären Bereich stattfinden würden.

Herzog betont, dass vor einer Zulassung von Impfstoffen für Kinder ausgiebige Testungen notwendig seien. Der Körper von Kindern reagiere anders auf Medikamente und Impfstoffe als Erwachsenenkörper, gibt er zu bedenken.

"Politische Entscheidung", welche Impfstoffe in "Grünen Pass" kommen

Herzog spricht sich gegenüber PULS 24 Anchorwoman Bianca Ambros dafür aus, vorrangig von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassene Impfstoffe in den "Grünen Pass" einzutragen. Schlussendlich sei dies aber eine "politische Entscheidung". Eine Eintragung von beispielsweise Sputnik V würde aber die Authorität der EMA infrage stellen. "Wieso habe ich dann ein EMA-Zulassungsverfahren, wenn wir das für den 'Grünen Pass' aufweichen?", fragt der Pharmig-Geschäftsführer.

Quelle: Redaktion / apb