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Griechenland plant Strafen für Ungeimpfte über 60 Jahren

30. Nov. 2021 · Lesedauer 2 min

Impfverweigerern über 60 Jahren könnten in Griechenland demnächst eine Strafe von 100 Euro pro Monat drohen. Die Einnahmen daraus sollen direkt an die Krankenhäuser gehen, heißt es aus Athen.

Griechenland plant im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie die Einführung einer Impfpflicht für ältere Menschen. Ungeimpfte im Alter von über 60 Jahren müssten bis zum 16. Jänner kommenden Jahres geimpft sein, andernfalls riskieren sie monatlich 100 Euro Strafe, sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis laut Medienberichten am Dienstag in einer Kabinettssitzung in Athen.

Unpopuläre Maßnahmen, die "Leben rettet"

Nach Angaben der Tageszeitung "Kathimerini" (online) sind schätzungsweise 520.000 Griechen über 60 Jahren gegen das Coronavirus ungeimpft. Die Verwaltungsstrafe soll automatisch von der Steuerbehörde AADE eingehoben werden. Mit den Strafen will Griechenland vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Omikron-Variante die Impfquote anheben. Rund 63 Prozent der Bevölkerung ist zweimal gegen das Coronavirus geimpft.

Mitsotakis sagte laut dem Bericht, die Maßnahme werde zwar unpopulär sein, aber "Leben retten". Die eingetriebenen Bußgelder sollen den Krankenhäusern direkt zugutekommen. "Es gibt nur eine Altersgruppe, die darauf besteht abzuwarten: Von den 580.000 ungeimpften Bürgern über 60 Jahren haben sich im November nur 60.000 impfen lassen. Und leider sind es gerade die über 60-Jährigen, die krank werden und sterben", sagte Misotakis laut dpa.

Quelle: Agenturen / pea