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Die große PULS 24 Umfrage: Hälfte der FPÖ-Wähler will sich nicht impfen lassen

01. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Generell sind die Österreicher eher optimistisch, bis zum Sommer geimpft zu werden.

Der "Stich" ist die große Hoffnung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. 41 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie noch vor dem Sommer geimpft werden. Knapp über die Hälfte von ihnen ist über 50 Jahre alt. Das geht aus der vom Institut für Demoskopie & Datenanalyse für PULS 24 durchgeführten Online-Umfrage hervor.

Besonders groß ist die Skepsis bei Unter-30-Jährigen. 45 Prozent der jungen Menschen gehen nicht von einer Impfung bis zum Sommer aus. Insgesamt sind es 34 Prozent. Nicht impfen lassen wollen sich 18 Prozent der Österreicher.

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Hälfte der FPÖ-Wähler will keine Impfung

Besonders stark ist die Ablehnung gegenüber der Impfung bei FPÖ-Wählern (50%). Danach folgen mit großem Abstand NEOS-Wähler mit 17 Prozent. ÖVP-Wähler (57%) und SPÖ-Wähler (47%) hingegen gehen davon aus, dass sie bis zum Sommer geimpft werden, hier will sich auch nur ein kleiner Prozentsatz nicht impfen lassen. Gespalten sind Wähler der Grünen. Hier gehen 42 Prozent von einer Impfung bis zum Sommer aus und 43 Prozent nicht.

Bei den NEOS gehen 49 Prozent ihrer Wähler nicht davon aus, vor dem Sommer einen "Stich" zu bekommen, 30 Prozent schon. 26 Prozent der FPÖ-Wähler rechnen mit einer Impfung bis zum Sommer, 20 Prozent nicht.

Jeder Vierte mit Impfplan unzufrieden

41 Prozent der Befragten hätten andere Prioritäten beim nationalen Impfplan gesetzt und in der ersten Phase die Erwerbstätigen (18- bis 65-Jährige) geimpft. 50 Prozent sprechen sich dagegen aus.

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Ein Blick aufs Wahlverhalten der Befragten zeigt, dass vor allem Wähler der ÖVP (43%), SPÖ (42%) und der FPÖ (44%) für die Impfung der Erwerbstätigen ausgesprochen hätten. Auf der Gegenseite stehen Wähler der Grünen (67%) und NEOS (65%).

Generationen Y und Z zahlen für Corona-Krise

Knapp zwei Drittel der Österreicher glauben, dass die Generationen Y (Geburtsjahr 1997 bis 2012) und Z (1981 bis 1996) für die Folgeschäden der Corona-Krise aufkommen werden müssen.

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Diese Ansicht findet bei allen Altersgruppen eine Mehrheit. 84 Prozent der Unter-30-Jährigen denken, dass ihre Generation und die Folgegeneration die Zeche für die Corona-Krise zahlen werden. Bei den 30- bis 50-Jährigen sind es 70 Prozent und bei den Über-50-Jährigen 59 Prozent.

Die Online-Umfrage wurde vom Institut für Demoskopie & Datenanalyse im Auftrag von PULS 24 durchgeführt. Im Zeitraum vom 24. bis zum 30. März 2021 wurden dafür 802 Personen online befragt. Die Schwankungsbreite liegt bei +/- 3,5 Prozent.

Quelle: Redaktion / apb