APA - Austria Presse Agentur

Deutschland macht Corona-Tests für Ungeimpfte kostenpflichtig

10. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Corona-Schnelltests werden nur noch bis Mitte Oktober in Deutschland kostenlos bleiben. Darauf einigten sich laut "Spiegel"-Informationen Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten.

Ab 11. Oktober müssen Deutsche ohne Impfung ihre Schnelltests selbst bezahlen, um ohne Auflagen am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Zurzeit sind diese, wie auch in Österreich, kostenlos. Bei einer gemeinsamen Videokonferenz sollen sich laut "spiegel.de" Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderspitzen auf das Ende des staatlichen Zuschusses geeinigt haben. 

Ab Mitte Oktober sind Tests verpflichtend vorgeschrieben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz über einen Wert von 35 steigt. Für Genesene und Geimpfte gilt die Testpflicht nicht. Wer nicht geimpft werden kann fällt nicht unter die neue Regelung. Auch Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 haben weiterhin Anspruch auf den Gratis-Tests. 

Jeder hat Impfangebot

Mittlerweile habe jeder ein Impfangebot, lautet die Begründung für diesen Schritt. In der Vorlage wird deshalb an die Bevölkerung appelliert, sich impfen zu lassen. Die vorhandenen Impfstoffe wiesen auch gegen die sehr ansteckende Delta-Variante des Coronavirus "eine hohe Wirksamkeit" auf. Geimpfte und Genesene würden deshalb "von bundes- oder landesrechtlichen Regelungen, die Testauflagen vorsehen, ausgenommen", heißt es in der Vorlage. Auch eine Quarantänepflicht für diese Personengruppen ist demnach nicht mehr erforderlich, selbst wenn sie aus einem Hochrisikogebiet wieder nach Deutschland einreisen.

Negativer Test für öffentliche  Innenräume

Für den Aufenthalt in öffentlichen Innenräumen ist allerdings dann für nicht Geimpfte oder Genesene ein negativer Test erforderlich, wenn die Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bei über 35 liegt. Ungeimpfte müssen dann einen negativen Antigen-Schnelltest, der nicht älter ist als 24 Stunden, oder einen negativen PCR-Test, der nicht älter ist als 48 Stunden, vorlegen. Dies soll für den Zugang zu Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen, zur Innengastronomie, Sport- und Freizeitveranstaltungen, Gottesdiensten, für körpernahe Dienstleistungen wie Friseure sowie bei der Beherbergung in Pensionen und Hotels gelten. Zugleich sollen "Basisschutzmaßnahmen" wie etwa das Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr oder dem Einzelhandel aufrechterhalten bleiben.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam