APA - Austria Presse Agentur

Delta-Variante: Der erste Reiseanbieter will nur noch Geimpfte mitnehmen

12. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Der Reiseanbieter Alltours will ab Herbst nur noch vollimmunisierte Erwachsene beherbergen.

Die Delta-Variante lässt derzeit die Infektionszahlen in vielen Ländern wieder ansteigen und einige europäische Länder erneut zu strengeren Maßnahmen greifen. Deutschland hat deswegen etwa für das beliebte Urlaubsland Portugal die höchste Risikostufe ausgerufen. Die Mittelmeerinsel Malta verkündete vergangene Woche, dass ab Mittwoch ungeimpfte Personen nicht mehr einreisen dürfen. Die spanische Region Katalonien sowie die Niederlande haben die Nachtgastronomie wieder stark eingeschränkt. 

Hotels nur für Geimpfte

Das deutsche Reiseunternehmen Alltours kündigte nun an, ab Oktober in den Allsun-Hotels auf Mallorca, den Kanaren und in Griechenland nur noch Erwachsene, die bereits zwei Impfungen erhalten haben oder genesen sind, beherbergen zu wollen. "Da inzwischen genügend Impfstoff zur Verfügung steht, können sich bis dahin alle Erwachsenen impfen lassen", findet man bei Alltours. 

Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 17 Jahren werden einen negativen Test brauchen. Einen Tag nach Ankunft soll dann im Hotel ein weiterer kostenloser Antigen-Test durchgeführt werden. Die neue Regel soll ab 31. Oktober gelten, teilte das Reiseunternehmen mit.

Susanne Kraus-Winkler, Hotellerie-Obfrau der WKO, spricht im Interview mit PULS 24 über die Entscheidung des Reiseanbieter Alltours.

TUI bleibt bei 3-G-Regel

Ob andere Reiseanbieter nachziehen, ist noch unklar. Bei TUI seien jedenfalls derzeit keine entsprechenden Regeln geplant, sagte ein Sprecher gegenüber der "Bild". Man wolle bei der 3-G-Regel bleiben. Der Sprecher der österreichischen Reisebüros Gregor Kadanka sagte im "Kurier", dass er nicht glaube, dass die Idee breitenwirksam werde. "Aber ein paar Hotels und Reedereien werden das durchaus überlegen", sagt er.

Österreichs Hotelier-Vertreterin Susanne Klaus-Winkler hingegen würde sich eine solche Verschärfung wünschen, weil in anderen Ländern die 3-G-Regel nicht gelten würde.

Quelle: Redaktion / koa