APA - Austria Presse Agentur

Corona: Übersterblichkeit in Österreich über EU-Schnitt

16. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Die Übersterblichkeit in der EU ist seit dem Sommer stetig gestiegen und erreichte im September ein Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Durchschnitt desselben Zeitraums in den Jahren 2016 bis 2019.

Die Situation verschlechterte sich in der Mehrheit der EU-Staaten, jedoch mit großen regionalen Differenzen: von Plus 50 Prozent in Bulgarien bis unter vier Prozent in Belgien oder Ungarn im September 2021 - Österreich liegt indes mit 12,4 Prozent knapp über dem EU-Wert (12,1).

Wie aus den Eurostat-Daten vom Dienstag hervorgeht, gab es im EU-Raum einen stetigen Anstieg zu verzeichnen, lag der Übersterblichkeits-Indikator im Juli noch bei plus fünf Prozent, erreichte er im August bereits acht Prozent und dann zwölf im September. Die Übersterblichkeit in Österreich lag vor September jeweils knapp über dem EU-Schnitt, nämlich sechs Prozent plus im Juli und neun Prozent im August.

Bis zu 40 Prozent mehr Todesfälle

Der zweite Höhepunkt der Pandemie ließ im vergangenen Herbst die Anzahl der Todesfälle im November 2020 auf plus 40 Prozent ansteigen - Österreich wies hier einen Anstieg von 47 Prozent auf. Im Februar lag der Wert in der EU dann nur mehr bei knapp sechs Prozent, Österreich verzeichnete hier sogar ein Minus von knapp drei Prozent. Im April gingen die Zahlen allerdings wieder in die Höhe und erreichten in der EU ein Plus von 20 Prozent, in Österreich waren es rund zwölf Prozent.

Während der Wert in der EU danach auf Plus sechs Prozent im Juni langsam zurückging, fiel Österreich im Mai zwar auf Plus neun Prozent, stieg dann aber wieder im Juni auf Plus zwölf Prozent. Schweden wies unterdessen ein Minus von zwei Prozent auf, Lettland ein Plus 20 Prozent.

Als Übersterblichkeit wird eine im Vergleich zu anderen Zeiträumen oder Erwartungswerten erhöhte Sterberate bezeichnet. Eurostat machte keine genauen Angaben, wie hoch der Anteil der Corona-Pandemie an der höheren Sterblichkeitsrate ist.

Quelle: Agenturen / Redaktion / koa