APA - Austria Presse Agentur

Fast ein Drittel der Österreicher geht nicht testen

09. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Ob in Teststraßen, Apotheken oder mobilen Testbussen - das Testangebot in Österreich ist groß. Laut einer Umfrage der Universität Wien nimmt fast ein Drittel der Bevölkerung die Angebote aber nicht an.

Fast ein Drittel der Befragten ist zwischen Mitte Februar und Mitte März nie testen gewesen, ein Fünftel nur einmal. Das geht aus einer Umfrage des Austrian Corona Panel der Universität Wien hervor.

"Zwischen Mitte Jänner und Mitte Februar waren es 41 Prozent, die noch nie einen Test gemacht haben, und zwischen Mitte Februar und Mitte März waren es 31 Prozent", erläuterte Kittel im "ORF-Morgenjournal". 19 Prozent seien in vier Wochen einmal testen gewesen. "Das sind diejenigen, die wahrscheinlich einmal zum Friseur wollten oder zur Fußpflege."

Niveau "bedenklich"

Projektleiter Bernhard Kittel sagte, dass zwar ein kontinuierlicher Anstieg der Testbereitschaft zu erkennen sei, trotzdem sei das Niveau weiterhin "durchaus als bedenklich" einzustufen. Für die Umfrage wurden in den vergangenen drei Monaten jeweils 1.500 Personen gefragt, ob sie sich in den vergangenen vier Wochen testen haben lassen.

Die gegenwärtig hohe Inzidenzzahl komme von "sozialen Kontakten zwischen Menschen, die sich nicht getestet haben, die also nicht wissen, ob sie ansteckend sind oder nicht", hielt der Forscher fest. 

"Menschen mit einem hohen formalen Bildungsgrad gehen häufiger testen", ebenso Bürger, die überzeugt seien, dass ein negativer Test dazu führe, dass sie häufiger andere Menschen treffen können, berichtete Kittel. Mehr Personen zum Testen zu bringen, könne aber nicht über Zwang erfolgen.

Quelle: Agenturen / apb