Oberhauser: Vergleiche der Corona-Leugner mit NS-Zeit "müssen abgelehnt werden"

20. Nov 2021 · Lesedauer 1 min

Unsicherheit und Identität sind u.a. Motive der Impfskeptiker, meint der Experte für Verschwörungstheorien Claus Oberhauser. Im PULS 24 Interview erklärt er zudem, wie man am Besten mit Corona-Leugnern umgehen sollte.

Bei Corona-Demo treffen "ganz unterschiedliche Glaubensansätze und Menschen" aufeinander, sagt der Historiker und Experte für Verschwörungstheorien Claus Oberhauser. Bei vielem Impfskeptikern gehe es um "Unsicherheit, Identität und die Suche nach Glauben", meint er im PULS 24 Interview.

PULS 24 Chronik-Chefreporterin Magdalena Punz spricht mit einem ehemaligen Verschwörungstheoretiker, der den Ausstieg geschafft hat.

NS-Vergleichen "sind bewusste Provokation"

Abzulehnen seien auf jeden Fall Vergleiche zwischen den Corona-Maßnahmen und dem NS-Regime. Diese seien "historisch völlig falsch" und stellen eine "bewusste Provokation dar", erklärt der Historiker. Ebenso sei die Aussage, dass Österreich eine "Corona-Diktatur" sei "ein Widerspruch an sich. Denn in einer Diktatur ist ein solcher Widerstand nicht möglich", sagt Oberhauser.

Im Umgang mit Corona-Leugnern rät der Experte den "Diskurs nicht abzubrechen und auf Solidarität zu achten". Nur wenn die Meinungen sich radikalisieren, dann empfiehlt Oberhauser den Diskurs nicht weiterzuführen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea