APA - Austria Presse Agentur

Kurz: "Wir sind auf Kurs"

14. Apr 2020 · Lesedauer 3 min

"Soviel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkung wie notwendig". Diesen Kurs gab Bundeskanzler Sebastian Kurz in einer Pressekonferenz am Dienstag für die kommende Zeit aus.

Bundeskanzler Sebastian Kurz bedankte sich in einer Pressekonferenz am Dienstag bei der österreichischen Bevölkerung für ihre Disziplin. Die Zahl der Infektionen entwickle sich gut. Deshalb sei es möglich einen Schritt in Richtung der "neuen Normalität" zu setzen.

Die Regierung habe die "Notbremse" nach dem Osterwochenende nicht ziehen müssen, führte der Kanzler aus. Sollten sich die Zahlen aber in die falsche Richtung entwickeln, werde die Regierung nicht zögern und entsprechende Maßnahmen setzen.

Wann Gastronomie und Schulen wider öffnen, wollte Kurz noch nicht sagen. Man werde beobachten, "was geht sich aus und was geht sich nicht aus". Die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis Ende April. Vor Ende April werde man darüber beraten, "ob wir sie verlängern oder adaptieren, das können wir zu heutigen Zeitpunkt aber nicht sagen", so Kurz.

Vizekanzler Werner Kogler führte im Anschluss aus, wie die "Notbremse" der Regierung funktioniere. In Abständen von zwei bis drei Wochen werde man die Zahlen neu bewerten und gegebenenfalls die Strategie adaptieren. Der Vizekanzler verwies auf die geringe Durchseuchungsrate der österreichischen Bevölkerung. Dadurch bestehe die Gefahr, dass die Zahlen bei Unachtsamkeit "explosionsartig" steigen könnten.

Ankündigung zu Lockerungen im Sport am Mittwoch

Für den morgigen Mittwoch kündigte Kogler neue Maßnahmen für Sportstätten an. Er sagte, dass Outdoor-Sportarten zuerst freigegeben werden, zuletzt wahrscheinlich Kampfsportarten. Wie es mit der Fußball-Bundesliga weitergeht, müsse man sich anschauen.

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Tägliche Testkapazitäten auf 10.000 erhöht

Im Anschluss war Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Wort. Er sagte, dass die tägliche Testkapazität mittlerweile bei 10.000 liege. Mediziner sollen künftig Testungen beauftragen können, wenn sie Bedarf sehen. Die Regierung wolle sich in dem Bereich weiter verstärken und vor allem die Testungen von Zielgruppen intensivieren. Dabei handle es sich um Mitarbeiter im Gesundheitsbereich und im Handel sowie Personal und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Es sei das Ziel rasch zu Antikörpertests zu kommen. Die Verlässlichkeit dieser Tests habe stark zugenommen.

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Über 2.000 Anzeigen am Osterwochenende

Zum Abschluss ergriff Innenminister Karl Nehammer das Wort. Er zog eine Bilanz zum Osterwochenende. Es habe 2.246 Anzeigen gegeben und 380 Organstrafen seien von der Polizei verhängt worden. Insgesamt hätten sich die Leute vorbildlich verhalten. Dies würden auch die Anzeigenzahlen zeigen, die deutlich besser waren, als noch am Wochenende davor (2.295 Anzeigen an zwei Tagen). Insgesamt wurden seit 16. März 2020 24.510 Anzeigen erstattet.

Quelle: Redaktion / apb