Kanzler Kurz warnt vor zu viel Optimismus

06. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Kurz über die aktuelle Situation, Reisefreiheit, die App, Testungen und weitere Maßnahmen.

Am Montag verkündete die Bundesregierung das schrittweise Wiederhochfahren des öffentlichen Lebens – obwohl Kanzler Kurz noch vor einer Woche vor der "Ruhe vor dem Sturm" warnte. Das Interview mit PULS 24-Infochefin Corinna Milborn kurz zusammengefasst.

Sebastian Kurz über …

die aktuelle Situation: "Es ist nach wie vor eine gefährliche Situation. Jedes zu locker nehmen kann dramatische Auswirkungen haben."

die Strategie der Regierung: "Wir machen das ganz bewusst schrittweise. Die Ausgangsbeschränkungen gelten nach wie vor. Man darf nur aus vier Gründen das Haus verlassen. (...) Bitte keine Familienfeiern zu Ostern."

die Reisefreiheit: "Die Reisefreiheit, wie wir sie kennen, wird noch länger eingeschränkt sein. Es gibt viele Länder, die lassen sie als Österreicher gar nicht einreisen, weil wir ein Risikogebiet sind."

die Testkapazitäten: "Es wird bald schon möglich sein 15.000 Tests pro Tag zu machen. Das wird noch immer nicht reichen, um jeden Österreicher zu testen."

die Stopp-Coron-App: "Es wird freiwillig sein, aber zuständig ist der Gesundheitsminister."

das Homeschooling: "Die Schulen sind geöffnet. Wer es nicht aushält, kann die Kinder auch ein paar Tage in die Schule schicken, wenn es dann wieder leichter fällt in der Familie auf engen Raum zusammen zu leben."

die Solidarität mit Italien und Spanien: "Es gibt ein gutes Instrument für Hilfe finanzieller Natur, nämlich den ESM." Die Vergemeinschaftung von Schulden lehnt Kurz ab.

die bisherigen Maßnahmen der Regierung: "In Österreich hat es in der vergangenen Woche eine sehr positive Entwicklung der Zahlen gegeben, weil sich die Österreicherinnen und Österreicher so diszipliniert an die Maßnahmen gehalten haben und weil wir auch schneller und restriktiver reagiert haben als andere Länder."

 

 

 

Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe