APA - Austria Presse Agentur

Aussagen zu Corona erfunden und gepostet: Bezirkshauptmann stellt Anzeige

09. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Weil auf Social Media frei erfundene Aussagen zur Pandemie und Impfung gepostet wurden, die falschen Fakten aber echten Behörden- und Spitalsmitarbeitern in den Mund gelegt wurden, hat die Bezirkshauptmannschaft Liezen Anzeige erstatten.

"Frei erfundene Aussagen nehmen wir nicht einfach so hin", begründete Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher den Schritt. Die Bezirkshauptmannschaft Liezen hat bei der Polizei Anzeige wegen Postings in sozialen Medien erstattet, in denen u.a. Mitarbeitern der obersteirischen Bezirkshauptmannschaft frei erfundene Aussagen über die Impfung gegen Covid-19 unterstellt werden. Die Nennung von Angestellten von Behörden und Krankenhausmitarbeitern im Zusammenhang mit erfundenen behördlichen Mitteilungen werde rechtlich verfolgt und ausnahmslos zur Anzeige gebracht.

Lügen, um Impfungen zu verhindern

Nachdem in sozialen Medien in den vergangenen Tagen Einträge aufgetaucht sind, in denen die obersteirische Bezirkshauptmannschaft Liezen "mit absurden Zahlen und Behauptungen zur Pandemie und der Situation in den Spitälern" in Zusammenhang gebracht wird, wurde die Polizei eingeschaltet. In den Postings wurden frei erfundene und völlig falsche Angaben gemacht, mit denen Menschen verunsichert und davon abgehalten werden sollen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, teilte Sulzbacher laut Landeskommunikation Steiermark mit.

"Alle Impffähigen sind aufgerufen, sich durch den solidarischen Akt der Impfung an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Pandemiebekämpfung zu beteiligen. Es bleibt dennoch die persönliche Entscheidung jeder und jedes einzelnen", sagt Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher. "Wenn aber andere Menschen durch Propaganda davon abgehalten werden sollen, durch die Impfung sich und andere zu schützen und wenn BH-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter durch frei erfundenen Aussagen in die wirre Gedankenwelt von Verschwörungstheoretikern gezogen werden, dann ist eine Grenze überschritten. Das nehmen wir nicht unwidersprochen hin", betonte Sulzbacher.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam