Austria holt sich mit 2:1 bei WAC letztes Europacup-Ticket

30. Mai 2021 · Lesedauer 3 min

Die Wiener Austria hat sich das letzte Europacup-Ticket in der Fußball-Bundesliga gesichert.

Die Truppe von Coach Peter Stöger setzte sich am Sonntag im Play-off-Final-Rückspiel beim WAC mit 2:1 durch und behielt nach dem Heim-3:0 mit 5:1 die Oberhand. Dadurch sorgten Patrick Pentz und Co. für einen versöhnlichen Abschluss einer durch das Verpassen der Meisterrunde verkorksten Saison, sie steigen in der 2. Quali-Runde zur Conference League ins internationale Geschehen ein.

Darüber freuen sich auch Manfred Schmid (Trainer) und Manuel Ortlechner (Sportdirektor), die bald bei der Austria in wichtigen Funktionen das Ruder übernehmen. Der schon im Hinspiel doppelt erfolgreich gewesene Marco Djuricin leitete den Auswärtssieg in der 24. Minute mit einem verwandelten Foul-Elfmeter (24.) ein. Nach dem postwendenden Ausgleich der Kärntner durch Dejan Joveljic (25.) war eine Rote Karte von WAC-Mittelfeldspieler Mario Leitgeb (35.) vorentscheidend. Nach der Pause fixierte "Joker" Christoph Monschein (68.) den durchaus verdienten Austria-Erfolg.

Vierte Heimniederlage für WAC

Der WAC verlor zum vierten Mal in Folge zu Hause und hat nach zwei Saisonen mit Europacup-Teilnahme im kommenden Herbst eine internationale Pause. Das wird dem Deutschen Robin Dutt nicht gefallen, der kommende Saison das Amt von Interimstrainer Roman Stary übernimmt.

Die Wiener waren durch den komfortablen Vorsprung nicht gezwungen, selbst große Akzente zu setzen. Der WAC war mit Rückkehrer Alexander Kofler im Tor bemüht und besser als am Donnerstag, vermisste aber auch das nötige Spielglück. Austrias Georg Teigl kam im Laufduell mit Guram Giorbelidze im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Alexander Harkam entschied auf Elfmeter - eine äußerst umstrittene Entscheidung. Djuricin ließ sich die Chance nicht entgehen, traf wuchtig hoch in die Mitte.

Quasi gleich nach dem Anstoß schlugen die Kärntner zurück, Joveljic glich nach Taferner-Zuspiel aus. Den zweiten Gegentreffer verhinderte Pentz, der einen Liendl-Freistoß zur Ecke abwehrte (32.). Drei Minuten später schwächten sich die Hausherren unnötigerweise selbst. Leitgeb stieg Wimmer im Bereich der Mittellinie von hinten auf die Achillessehne und wurde völlig zurecht ausgeschlossen.

Nach Wiederbeginn hätten die Kärntner trotzdem beinahe vorgelegt. Eine Wernitznig-Flanke aus spitzem Winkel senkte sich über Pentz, für den Austria-Goalie rettete aber die Latte (47.). Sonst waren aber die Wiener gefährlicher, da die Hausherren in Unterzahl alles auf eine Karte setzen mussten und sich dadurch viele Räume ergaben. Djuricin scheiterte an der Stange nach uneigennützigem Wimmer-Zuspiel (54.). Besser machte seine Sache Monschein, der wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung nach Martel-Zuspiel den Ball via Unterkante der Latte ins Tor knallte. Damit gab es für Stöger zum Abschied doppelten Grund zur Freude.

Quelle: Agenturen